Professionell Badewanne einbauen Anleitung (mit Video)

Badewanne einbauen – mit der richtigen Anleitung zum Erfolg

Badewanne einbauen kann schnell richtig teuer werden, vor allem dann, wenn die gesamten Arbeiten von einem Fachbetrieb für Sanitärinstallation übernommen werden. Wer jedoch über etwas handwerkliches Geschick verfügt, kann beim selbst Badewanne einbauen und so einen beträchtlichen Teil der Kosten einsparen. Hier geht es nun im Folgenden um das fachgerechte Einbauen der Badewanne. Zunächst soll auf die herkömmliche Einbauweise mithilfe von Wannenfüßen eingegangen werden.

Material und Werkzeug: Neben dem eigentlichen Wannenkörper wird noch eine Reihe weiterer Materialien benötigt. Dazu zählen unter anderem eine Ab- und Überlaufgarnitur, Dichtmasse, Fallrohr (HT-Rohr DN 50), Planblocksteine, Kleber, Wannenfüße und Silikon-Fugenmasse. Zu den wichtigsten Werkzeugen gehören Zollstock, Schraubendreher, Wasserwaage, Planblocksäge, Feile, Kelle und Bleistift.

Das Video von Bauhaus.TV veranschaulicht die unten ausgeschriebenen Schritte sehr gut. Sieht zwar ein bisschen wie Werbung aus und kann deswegen ab 30 Sekunden angeschaut werden, doch enthält viele nützliche Tipps und Infos:

Badewanne einbauen – Vorgehensweise:

Badewanne einbauen – Schritt 1

Nachdem alle Materialien bereit liegen und die alte Badewanne ausgebaut ist, kann nun mit dem „Badewanne einbauen“ begonnen werden. Zunächst muss der Ab- und Überlauf eingebaut werden. Dazu wird der Wannenkörper auf den Kopf gestellt, es ist sinnvoll, eine weiche Decke oder einen stabilen Karton unterzulegen, um das neue Teil zu schonen. Nun kann das Ablaufsieb mit dem Ablauf bequem verbunden werden. Um Überschwemmungen zu vermeiden, ist es auch sinnvoll, einen Überlauf am oberen Badewannenrand einzubauen. Dieser kann gleich mit einer Exzentergarnitur kombiniert werden, mit deren Hilfe sich der Verschluss des Abflusses schließen und öffnen lässt. Wer den Abfluss nicht mittels eines solchen Drehrads regulieren möchte, sollte an den Kauf eines passenden Gummistöpsels denken.

Badewanne einbauen – Schritt 2

Nun werden die Wannenfüße an der Badewanne befestigt und die Wanne aufgestellt. Auf der der Wand zugewandten Seite wird ein Wannenprofilband angebracht. So werden Schallbrücken wirkungsvoll vermieden. Als nächstes muss sichergestellt werden, dass die Wannenkonstruktion absolut eben steht, dies wird am besten mit einer Wasserwaage kontrolliert. Bei Bedarf müssen die Stellschrauben der Wannenfüße entsprechend nachgezogen werden, bis die Wanne völlig in der Waagerechten positioniert ist, die Füße werden dann mit etwas Zement fixiert.

Badewanne einbauen – Schritt 3

Der nächste Schritt besteht darin, das Fallrohr zu montieren. Hier ist das richtige Gefälle sehr wichtig, um Ablagerungen und somit Rohrverengungen zu vermeiden. Pro Meter sollte das Gefälle ungefähr zwei bis drei Zentimeter betragen. Nun kann der Ablauf über das HT-Rohr mit dem Fallrohr verbunden werden. Es wird eine Wanne aus Metall verbaut? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Badewanne zu erden. Aus Sicherheitsgründen sollte dies von einem Fachmann, sprich Elektriker, erledigt werden.

Badewanne einbauen – Schritt 4

Bevor die Badewanne nun verkleidet wird, muss zunächst die Dichtigkeit geprüft werden. Einfach den Abfluss verschließen und Wasser einlassen. Nun kann sowohl am Ab- als auch am Überlauf geprüft werden, ob noch Undichtigkeiten vorhanden sind. Im Bedarfsfall müssen die Verbindungen noch einmal nachgezogen werden.

Badewanne einbauen – Schritt 5

Installateur beim Badewanne einbauen
Badewanne einbauen – © Kzenon – Fotolia.com

Bis hierher ist alles in Ordnung? Dann geht es nun ans Einmauern der Badewanne. Mit Hilfe von Planblocksteinen, die sich leicht in den benötigten Größen zurechtsägen lassen, wird an den offenen Seiten eine Mauer hochgezogen. Je nach Platz und Geschmack kann ein schmaler oder auch breiterer Rand gemauert werden. Auf keinen Fall darf die sogenannte Revisionsöffnung vergessen werden, die es auch nach Beendigung der Mauerarbeiten ermöglicht, im Bedarfsfall an Abfluss oder Fallrohr heranzukommen. Die fertige Badewannenummantelung kann nun ganz nach persönlichen Vorlieben und individuellen Geschmäckern gefliest werden und kann so zum optischen Highlight im neuen Bad avancieren. Um auch die Revisionsöffnung blickdicht zu verschließen, wird ein Revisionsrahmen eingesetzt, der passend zur restlichen Ummantelung gefliest werden kann.

Badewanne einbauen – Verwendung eines Wannenträgers

Als Alternative zu den Wannenfüßen kann auch ein Wannenträger verwendet werden, um das neue Schmuckstück im Badezimmer zu installieren. Diese Wannenträger sind aus Hartschaum gefertigt und bieten einige Vorteile. So ist das Einbauen des Wannenkörpers leichter und schneller erledigt, außerdem wirkt der Hartschaum wärmedämmend und schalldämpfend. Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, dass die Fliesen direkt auf den Träger aufgebracht werden können. Natürlich muss auch hier vor den Fliesarbeiten ein Fenster für die Revisionsöffnung angebracht werden.

Leider haben diese Hartschaumträger auch Nachteile: zum einen sind sie für unebene Böden nicht so gut geeignet sind, hier bieten die individuell verstellbaren Wannenfüße größere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Zum anderen sind sie nur für Standardwannen erhältlich, wer sich eine ausgefallene Wannenform wünscht, muss auch auf die etwas arbeitsaufwändigeren Wannenfüße und Mauerarbeiten zurückgreifen.

Der letzte Arbeitsschritt, nachdem der Wannenkörper korrekt eingebaut und angeschlossen und die Seiten geschlossen und gefliest sind, ist das Verfugen. Dafür muss noch einmal Wasser eingefüllt werden, danach geht es mit speziellem Sanitärsilikon ans Werk. Damit werden nun sämtliche Fugen zwischen Wanne und Fliesen ausgefüllt. Am leichtesten lässt sich das Silikon mit Hilfe von etwas Spülmittel glattstreichen. Bei Acrylwannen muss auf entsprechend geeignetes Silikon geachtet werden.

Zu guter Letzt bleibt die Frage: wohin mit der alten Wanne? Wer über einen größeren Garten verfügt und diesen auch gerne individuell gestaltet, kann hier das entsorgte Teil – sofern es noch dicht ist – als Regenauffangbehälter nutzen, oder es geschmackvoll bepflanzen. In jedem Fall wird es so ein gestalterisches Highlight werden.

Badewanne einbauen: Tipps vom Fachmann holen

Der Bereich Sanitär ist vom Heimwerker nicht immer ganz problemlos selbst zu bewältigen. Wer also z.B. beim „Badewanne einbauen“ Eigenleistung erbringen und somit Kosten sparen möchte, sollte auf Rat vom Profi zurückgreifen. Daher bieten viele Baumärkte, z.B. Hornbach, OBI oder andere, professionelle Unterstützung an. Hier kann sich der Hobbyinstallateur gute Anregungen holen. Gleichzeitig wird er über laufende Angebote und Aktionen informiert und auf dem Laufenden gehalten. Am einfachsten geht dies über den Newsletter, für den sich Interessierte kostenlos anmelden können. Selbstverständlich wird dabei auf Datenschutz gemäß den gesetzlichen Bestimmungen geachtet.