DIY – Balkonbepflanzung

Manchmal glaubt man nicht mehr daran und doch kommt er alle Jahre wieder: der Sommer. Mit ihm kommt die Lust auf frische Luft und Sonnenschein, auf kleine Nickerchen auf dem Liegestuhl und Grillpartys im Freien – kurz: auf´s Draussensein.

Glücklich ist da, wer im eigenen Garten ungestört sonnenbaden kann. Leider ist das gerade in Großstädten den wenigsten vergönnt. Die Mehrheit muss sich mit einem Balkon begnügen. Das ist aber gar nicht so tragisch, denn mit unseren tollen Tipps und ein bisschen Zeit und Fantasie kann man selbst aus tristen sechs Quadratmetern Freiluftbetonfläche ein kleines Paradies machen.

Unbedingt Pflanzen pflanzen

Johann Wolfgang von Goethe empfiehlt in seiner Farbenlehre, Räume, in den man sich oft aufhält, grün zu tapezieren, denn grün sei die angenehmste und ausgeglichenste Farbe. Freilich muss man kein Goethe sein, um die beruhigende Wirkung von Grün zu kennen. Wer seinen Balkon zu einem kleinen Sommertraum machen möchte, sollte sich daher zuerst um Pflanzen kümmern. Einfach mal zum Gärtner rennen und wahllos Grünzeug kaufen, ist allerdings keine gute Idee. Nicht alle Pflanzen fühlen sich in Blumenkisten oder Töpfen wohl und manchen macht die von aufgeheizten Betonwänden abgestrahlte Sommerhitze schnell den Garaus. Je nachdem, ob man einen gegen Norden, Süden oder Osten/Westen gerichteten Balkon besitzt, gibt es mehr und weniger geeignete grüne Bewohner für den im Sommer liebsten Wohnungsteil.

Der Nordbalkon

Er bleibt selbst an Hitzetagen ziemlich cool, denn er bekommt wenig bis gar keine direkte Sonnenstrahlung ab. Daher eignen sich für einen Nordbalkon Pflanzen, die wenig Sonne brauchen und Schatten lieben. Farne und Buchsbäume sorgen für kräftige Grüntöne, Farbkleckse bringen zum Beispiel das wunderbar anspruchslose fleißige Lieschen sowie Fuchsien und Hortensien.

Der Ost-/Westbalkon

Während der Ostbalkon morgens in der Sonne liegt, eignet sich der Westbalkon wunderbar, um in den Abendstunden die letzten Sonnenstrahlen zu tanken. Für beide Balkontypen wählt man besten Pflanzen, die sich im Halbschatten wohlfühlen wie Margeriten, Lobelien, Geranien und Petunien. Auch der romantische Kletterer Efeu gedeiht im Halbschatten wunderbar. Und für einen Westbalkon sind Wunderblumen, Ziertabak und Nachtkerzen besonders empfehlenswert, da sie vor allem abends herrlich duften.

Der Südbalkon

Der Südbalkon liegt den ganzen Tag in der Sonne. Hier eignen sich mediterrane Pflanzen, die mit so viel Hitze und Licht gut umgehen können, beispielsweise Oleander, Lavendel oder Hibiskus. Ein besonderes Highlight ist ein kleiner Olivenbaum, der sich in praller Sonne pudelwohl fühlt. Und sogar Zitronen- und Orangenbäume können bei guter Pflege auf einem Südbalkon gehalten werden. Wunderbar gedeihen hier auch mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Oregano – sie verbreiten einen angenehmen Duft und bereichern auch gleich noch die Sommerküche.

Die richtige Pflege

Natürlich will die grüne Pracht auf dem Balkon richtig gehegt und gepflegt werden. Das beginnt schon mit der Auswahl der Gefäße: Zu kleine Töpfe speichern nicht genügend Wasser und Nährstoffe, daher lieber etwas größere kaufen. Bei der Blumenerde sollte auf Qualität geachtet werden, damit die Pflanzen eine ganze Saison durchhalten. Manche Pflanzen brauchen zusätzlich regelmäßig Dünger, für alle aber ist die richtige Bewässerung zentral. Gegossen wird am besten frühmorgens oder spätabends, wenn keine direkte Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Gerade bei trockenem, heißem Wetter reichlich, aber nicht zu viel gießen, die Balkonpflanzen dürfen nie im Wasser stehen. Verblühte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden, damit die Pflanze Energie in die Bildung neuer Blüten investiert und man sich an den prächtigen Farben den ganzen Sommer lang erfreuen kann.