Deckelschalung bemessen und anbringen

Mit Deckelschalungen können Sie die äußere Isolierung von Fassaden verbergen oder Ihrem Haus ein neues Aussehen verleihen. Deckelschalungen oder Boden-Deckel-Schalungen, wie Sie auch häufig genannt werden, bestehen meist aus teurem Lärchen- oder günstigerem Fichtenholz. Der Name Boden-Deckel-Schalung kommt zustande, da zunächst eine Reihe Bretter mit einem gewissen Abstand zueinander den Boden darstellen, während eine zweite Reihe, den Boden überlappend, über den Zwischenräumen angebracht wird.
 
 

Deckelschalungen aus sibirischer Lärche im Trend

Deckenschalung - Bild: panthermedia.net Clemens-Raphael Dethlefsen

Deckenschalung – Bild: panthermedia.net Clemens-Raphael Dethlefsen

Zunehmend steigt in Europa die Nachfrage nach sibirischer Lärche. Doch warum wünschen sich viele Hauseigentümer für die Deckelschalung ihres Heims sibirische und nicht die heimische, europäische Lärche, die in weiten Teilen Mitteleuropas vorzufinden ist?
Die europäische Lärche unterscheidet sich von der sibirischen Lärche zunächst in der Farbe: Wo bei der europäischen Lärche der Kern rötlich scheint, besitzt die sibirische Lärche ein gelbliches Inneres. Die gelbliche Farbe ist jedoch nicht der Hauptgrund, warum viele Architekten gerne auf Lärchenholz aus dem Osten zurückgreifen. Vielmehr hat sich die Meinung verbreitet, dass sibirische Lärche durch ihre eng liegenden Jahrringe als besonders wetterfestes und dauerhaft bestehendes Holz beworben wird. Die dichtere Struktur der Jahrringe führt zu einer höheren Festigkeit des Holzes und macht es so besonders für den Außenbereich, also gerade für Deckelschalungen, beliebt.
 
Doch auch die europäische Lärche zeichnet sich durch hohe Festigkeit aus und ist so optimal für Deckelschalungen geeignet. Besonders umweltbewusst und nachhaltig lebende Hauseigentümer ziehen die vermehrt in alpinen Regionen auftretende europäische Lärche der sibirischen Lärche vor, da eine Anlieferung von über 7000 Kilometern weggefällt.
Bei jeglichen Holzsorten können Sie zwischen verschiedenen Behandlungen der Oberfläche wählen. Von gehobelt über sägerauh gibt es diverse Varianten der Struktur. Es ist sogar möglich, Holz zu bestellen, das auch von innen glatt gehobelt ist, sodass das Material nicht nur für die Deckelschalung, sondern beispielsweise auch für ein ergänzendes Carport oder einen Wintergarten genutzt werden kann, wo eine glatte Struktur der Innenseiten häufig gewünscht wird.
 
Oft ist Käufern nicht bewusst, dass nicht allein die Holz-Wahl für die Beständigkeit der Deckelschalung verantwortlich ist. Vielmehr geht es um ein Zusammenspiel von Technik, Konstruktion und Holzfestigkeit, die zu einer idealen Beständigkeit führen. Doch wie gelingt Ihnen die Erstellung einer optimalen Deckelschalung?

Experten-Tipps zur Deckelschalung

Eine Regel des Zimmererhandwerks besagt, dass Bretter für die Außenbekleidung mindestens 18 Millimeter stark sein sollten und höchstens 200 Millimeter breit. Außerdem empfehlen Experten, Deckungsschalungsbretter immer mit der Kernseite nach außen zu befestigen. So wölben sich die Bretter bei Aufnahme von Feuchtigkeit nach innen Richtung Hauswand und rücken dadurch dichter an die Bodenbretter heran. Für den richtigen Halt muss jedes Brett für sich befestigt werden. Diese Art der Befestigung erleichtert später auch den Austausch schadhafter Bretter. Teile des Holzes, die überlappen, sollten nicht durchbohrt oder durchnagelt werden, da sonst Risse vorprogrammierte sind.

Kosten einer Deckelschalung

Die Kosten bei einer Deckelschalung variieren stark, da es vor allem auf das Holz ankommt, das verwendet wird. Generell kann gesagt werden, dass rohes und unbearbeitetes Holz weitaus günstiger zu erstatten ist als Holz, das schon vorbehandelt wurde. Auch die Holzart bestimmt den Preis. Am häufigsten werden Deckelschalungen aus Lärchen-, Fichten- oder Tannenholz hergestellt, wobei Holz, das von ferner importiert werden muss, beispielsweise die oben bereits erwähnte sibirische Lärche, folglich kostspieliger ist. Viele Anbieter vergünstigen den Preis pro Holzlatten-Paket, wenn der Käufer direkt mehrere abnimmt – fragen Sie am besten nach!

So bemessen Sie die Deckelschalung

Bevor Sie mit dem Ausmessen beginnen, sollten Sie die Unterkonstruktion der Deckelschalung anbringen. Dazu befestigen Sie sogenannte Konterlatten mit einem Abstand von etwa 60 Zentimeter an der Hauswand. Diese sind wichtig, um eine Hinterlüftung der Holzkonstruktion zu gewähren.
An die Konterlatten schrauben Sie waagerecht Trägerlatten in dem gleichen Abstand. Die Traglattung sollte mit nicht rostenden Schrauben an der Konterlattung befestigt werden. Danach befestigen Sie die beiden äußeren Bodenbretter der Deckelschalung.
 
Messen Sie die Strecke von der rechten Seite des einen Bodenbretts zu der ebenfalls rechten Seite des anderen Bodenbretts. Danach addieren Sie die Breite der Bodenbretter mit dem Abstand, den Sie zwischen diesen lassen möchten. Daraufhin dividieren Sie die anfänglich ermittelte Entfernung durch die Zahl, die Sie bei der Addition erhalten haben. Erfahrungsgemäß werden Sie keine ganze Zahl herausbekommen. Sie sollten diese Zahl aufrunden. So machen Sie beispielsweise aus 28,73 einfach 29. Dann teilen Sie erneut die Strecke von einem Bodenbrettende zum anderen, doch diesmal durch die aufgerundete Zahl. Die Zahl, die Sie auf diese Weise ermitteln, ist der optimale Abstand zwischen den Bodenbrettern.
 
Abschließend markieren Sie an den waagerechten Trägerlatten die Positionen für die restlichen Bodenbretter. Dabei sollten Sie immer vom Ausgangspunkt und nicht von einer Markierung aus messen, da Sie sonst Fehler, die Ihnen möglicherweise beim Messen unterlaufen sind, verschlimmern würden.

So bringen Sie die Deckenschalung an

Schrauben Sie nun die übrigen Bodenbretter mit jeweils einer Edelstahlschraube links wie rechts bei den Markierungen an die Trägerlatten. Dann bringen Sie die Deckelbretter an. Verschrauben Sie diese bei den Zwischenräumen der Bodenbretter und Ihr Haus erstrahlt im neuem hölzernen Antlitz.

Das benötigen Sie für eine Deckenschalung:

  • Konterlatten
  • Schrauben, Dübel und Schlagschrauben für die Befestigung an der Hauswand
  • Traglatten
  • Bodenbretter
  • Die Maße variieren je nach Größe der zu verkleidenden Fläche. Lassen Sie sich hierbei von Experten beraten, um Materialknappheit während Ihres Projekts zu vermeiden.