DIY – Neues Design mit Wandfliesen

Mein Vorratsschrank in der Küche braucht dringend ein Make-Over. Der 60er-Jahre-Wandschrank hat seine besten Tage hinter sich. Die Plastikfolie auf seinen Einlegeböden löst sich und die Wände sind im Laufe der Jahre vergilbt. Statt neuer Folien und Farbe kleide ich das gute Stück jetzt mit Wandfliesen aus.

Die Qual der Wahl

Im Gegensatz zu früher, sind Fliesen heute wieder modern. Sowohl Boden- als auch Wandfliesen haben trendige Designs und sind in den unterschiedlichsten Größen erhältlich. Neben der zeitlosen Optik haben sie auch allerlei andere Vorteile: Sie sind leicht zu reinigen, abwaschbar und hygienisch. Gerade im Küchenschrank, wo ich Lebensmittel aufbewahre, sollen sie zukünftig für das perfekte Klima sorgen. Die Auswahl fiel mir dabei gar nicht so leicht, da es mittlerweile mehr unterschiedliche Fliesen- als Teppichmodelle gibt. Anregungen habe ich mir unter anderem bei Pinterest.com geholt. Letztendlich habe ich mich für das Modell „Beton soft Light“ von TopCollection entschieden, das ganz oben auf dem Bild zu sehen ist.

Das Gesamtpaket passt

Bei meiner Suche nach den passenden Fliesen habe ich vor allem im Internet gestöbert. Die Website von Fliesenrabatte.de hat mich relativ schnell überzeugt, weil ich sofort gefunden habe, wonach ich gesucht habe. Die gut strukturierte Seite führt den User Schritt für Schritt durch den Shop. Weil ich mich vorab für noch keine spezielle Fliese entscheiden konnte, hab ich mich von den unterschiedlichen Fliesenrubriken inspirieren lassen. Die Auswahl ist riesig.
Es gibt Fliesen:

  • im Beton-Design
  • in Holzoptik
  • im Schiefer-Look
  • in Steinoptik

Ich habe mir vorab verschiedene, kostenlose Muster bestellt und mich am Ende für die Fliesen in Beton-Design entschieden. Sie sind zeitlos, schlicht und trotzdem sehr modern. Auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Online-Händlers und die vielen positiven Kundenstimmen haben mich zum Kauf animiert.

Fliesen in Beton- und Schieferoptik sind momentan im Trend. (Foto: privat)

Los geht’s!

Als Handwerkslaie stehe ich jetzt also vor einer ziemlich großen Herausforderung. Die Fliesen vor mir, die Kelle in der Hand und keinen Schimmer, wie ich wo anfangen soll. Als Erstes hab ich etwas im Netz recherchiert und bei heimwerker.de eine passende Anleitung dazu gefunden. Da ich mich alleine nicht an die Arbeit ran traue, hole ich mir meinen Vater als ambitionierten Heimwerker zur Hilfe. Hier sind die einzelnen Schritte unserer Arbeit:

  • Zu Beginn muss der Untergrund geprüft werden: Er muss eben, trocken, staub- und fettfrei sein. Ich habe Glück, dass der Putz an der Wand stabil und gleichmäßig ist, ich muss ihn nicht vorbehandeln. Mein Vater prüft das anhand mehrerer Proben: Er ritzt die Wand ein, um die Festigkeit zu prüfen. Danach versucht er den Putz mithilfe eines Klebestreifens abzublättern. Beides mal hält die Wand stand und wir können uns die aufwendige Vorbehandlung sparen.
  • Im nächsten Schritt rühren wir den Fliesenkleber an. Dabei sollte man sich genau an die Anleitung auf der Packung halten, damit die Masse schön geschmeidig wird. Mein Vater hat eine Zahnkelle von Zuhause mitgebracht, mit der wir den Fliesenkleber erst mal ordentlich durchkämmen. Das Auftragen überlasse ich ihm, weil es etwas Übung verlangt. Papa trägt die Masse sparsam auf und nur schrittweise, damit der Fliesenkleber nicht direkt antrocknet.
  • Jetzt kommen endlich die Fliesen an die Wand. Papa hat vorab auf Papier gezeichnet, wie die Fliesen angebracht werden müssen, damit sie versetzt an der Wand sitzen. Das hätte ich bestimmt völlig vergessen und so bin ich froh, dass ich ihn dabei habe. Deshalb hat er mehrere Fliesen mit einem Fliesenschneider zerteilt. Nun streicht Papa abwechselnd den Fliesenkleber an die Wand und ich gebe ihm danach die Fliesen an. Wir beginnen mit einer halben Fliese in der ersten, unteren Reihe und arbeiten uns so langsam nach oben. Nach ca. zwei Stunden haben wir den kompletten Wandschrank ausgekleidet.
  • Jetzt müssen wir noch mal zwei Stunden warten bis die Fliesen fest sitzen. Danach darf ich den Fugenmörtel auftragen, weil man dabei nicht viel falsch machen kann. Das Verfugen macht richtig Spaß, weil man im ersten Schritt nicht so genau arbeiten muss.
  • Nachdem alles verteilt ist, wische ich den überflüssigen Mörtel ab. Nach einer weiteren kurzen Trockenzeit können die Fliesen mit warmem Wasser abgewaschen werden. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen – Mein Vorratsschrank sieht dank Beton-Fliesen wieder richtig modern aus. Ohne Papas Hilfe hätte ich das allerdings nicht so professionell hingekriegt, denn Fliesen verlegen ist gar nicht so einfach!