Holzverbindung: Das Kopfband für den Carport Bau

Holzverbindung: Das Kopfband für den Carport Bau 19. August 2015

Einen Carport zu besitzen ist schon was Feines – das Auto wird vor Schmutz, Wärme als auch Kälte geschützt und auch man selbst kann sich bei Wind und Wetter mit dem Ein- und Aussteigen Zeit lassen. Neben dem praktischen Zweck kann ein Carport auf dem Grundstück auch äußerlich was hermachen und dem Baustil angepasst werden. Doch zunächst einmal stellt sich die Frage, was die Vor- und Nachteile eines Carports gegenüber einer Garage sind und welche Funktion ein Kopfband am Carport eigentlich hat.

Doch zunächst einmal die wesentlichen Vorteile eines Carports im Überblick:

  •  Im Sommer genießen Sie ein Fahrzeug, das sich nicht bis zu 50 Grad aufheizt und dazu führt, dass man sich an den Sitzen verbrennt
  • Sie können sich Rabatte und Sonderaktionen bei Ihrer Autoversicherung einholen, die den Bau eines Carports mit hohen Preisabschlägen bei der Autoversicherung honoriert
  • Sie sparen sich die zeitaufwendige und häufige Nutzung der Waschanlage, da der Carport Ihr Auto vor Regen, Pollen und anderen Verschmutzungen schützt
  •  Auch der Lack Ihres Fahrzeugs wird durch einen Carport geschützt, da es nicht der aggressiven UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt ist 
  •  Seien Sie bei Wind und Wetter geschützt: auch bei Regen und Schnee können Sie ganz gemütlich ein- und aussteigen oder in Ruhe Ihre Einkäufe ausladen
  • Im Winter fällt das lästige Freikratzen der vereisten Scheiben weg – schön, oder? 

Vor- und Nachteile eines Carports gegenüber einer Garage

Während die Wände von Garagen früher noch klassisch gemauert wurden, bauen viele Hausbesitzer heute Fertiggaragen. Innerhalb von nur wenigen Tagen können diese angeliefert werden und erfordern nur wenig Aufwand beim Aufbau und der Gestaltung. Generell sind Carport und Garage zum Schutz vor Witterungsbedingungen geeignet. Die Garage liegt jedoch aufgrund der Geschlossenheit im Vorteil und auch die Sicherheit ist hier mehr gegeben. Dafür ist die Anschaffung eines Carports kostengünstiger. Neben dem Kostenfaktor sind die Größen der Garagen auf bestimmte Normen festgelegt und somit nicht anpassbar. Ebenso muss das Platzieren von Gartengeräten oder Fahrrädern im Voraus bedacht werden. Letztendlich lassen sich beide Varianten mühelos dem optischen Stil Ihres Hauses anpassen.

 Was ist ein Kopfband?

Wenn Sie den Bau eines Carports planen, werden Sie sich neben der Baugenehmigung früher oder später mit dem Kopfband beschäftigen. Diese Holzverbindung wird in der Regel zwischen einem horizontalen (in der Regel Rähm) und vertikalen Bauteil (meist ein normaler Pfosten) angebracht und soll den Carport zusätzlich stützen. Das Kopfband dient somit dazu die Sicherheit der gesamten Carport-Konstruktion zu verbessern. Außerdem trägt es dazu bei die sogenannte Stützweite des horizontalen Bauteils zu verringern und stellt einen konstruktiven Vorteil dar. Kopfbänder werden jedoch nicht nur zur Stabilisierung des Carports eingesetzt, sondern können auch einen rein dekorativen Zweck erfüllen. Auf dem Markt sind die Holzbauteile auch in einer ansprechenden Optik zu erhalten, etwa verziert oder mit bestimmten Mustern versehen.

 Kopfbandverbindungen

Bei Kopfbandverbindungen werden Versätze, Zapfen und Einblattungen verwendet. Sie verbinden Säulen mit Pfetten bzw. Rahmenhölzern und sind gewöhnlich etwas schmaler als die Säulen. Üblicherweise sind sie im 45 Grad Winkel oder manchmal auch steiler angebracht. Kopfbänder sind umso wirkungsvoller, desto größer das Dreieck ausfällt. Kopfbänder mit Zapfenverbindungen und Versätze können mittig zu den Säulen angeordnet werden. Statisch wäre es von Vorteil, wenn die Kopfbänder an Hausaußenseite bündig zur Stuhlsäule sitzen würden, wo auch die Sparren aufliegen.

 Aufgabe der Kopfbänder

  •  Entgegenwirken der Horizontalkräfte: Bei Gebäuden und insbesondere bei Dächern treten stärkere Windkräfte auf. Ohne entsprechende Halterung würden die einzelnen Gespärre eines Dachstuhles einknicken.
  •  Kopfbänder bilden zusammen mit Pfosten und Dachpfette Dreiecke, die sich nicht verschieben lassen.
  • Kopfbänder übernehmen automatisch Lasten von den Pfetten und verkürzen deren Spannweite: die Pfetten werden tragfähiger.
  •  Kopfbänder vereinfachen das Aufstellen der Konstruktionen

Anbringung der Kopfbänder

Bei der Anbringung von Kopfbändern an ihrem Carport sollten Sie unbedingt darauf achten das keine sogenannten Biegemomente in den Stielen des Kopfbands entstehen. Biegemomente sind unansehnlich und stellen sogar ein gewisses Sicherheitsrisiko dar.

Dekorativ oder als Stütze

Wenn es die Statik Ihres Carports zulässt, können Sie ein Kopfband rein aus dekorativen Zwecken einsetzen. Hier stützt das Bauteil nicht die Holzverbindungen. Da Carport-Konstruktionen häufig durch andere Materialien oder Maßnahmen, wie durch die Verwendung von Duo- oder Triobalken beim Bau des Carports, schon stabil genug sind, werden Kopfbänder oft für rein dekorative Zwecke verbaut. In diesem Fall steht Ihnen eine Vielfalt an verzierten Kopfbändern zur Auswahl. Viele Hersteller bieten ein Kopfband mit Mustern, Gravierungen oder in besonders ansprechend gestalteten Formen an. Schließlich soll ein Carport nicht nur für Sicherheit und Stabilität sorgen und Platz für ein Auto darbieten, sondern auch schön anzusehen sein und sich der Umgebung anpassen. Im Bereich von Privathäusern und Industriegebäuden ist Stabilität bei den Überlegungen hinsichtlich der Anbringung von Kopfbändern natürlich Priorität. Selbstverständlich gibt es bei Kopfbändern auch die Möglichkeit, Stabilität mit Detailvielfalt zu verbinden und die Holzverbindungen mit stützenden und zugleich ansprechend wirkenden Kopfbändern zu festigen.

Welches Material?

Bei dem Material Ihres Carports einschließlich des Kopfbandes können Sie zwischen Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz wählen. Konstruktionsvollholz ist optimal für den modernen Holzbau und ist nach dem neusten Stand der Technik verarbeitet. Es hat den Vorteil, dass es chemisch getrocknet wurde und kaum Rissbildungen aufweist. So bietet sich diese Holzvariante gerade bei Carports an, die Sie streichen möchten. Brettschichtholz weist keine Verwindungen auf, da es aus mehreren Brettschichten zusammengesetzt wurde. Dieses Holz ist bei Carports zu empfehlen, welche mit Fenstern versehen werden sollen. Holz, welches für Carports verwendet wird, ist meist Fichten- oder Lärchenholz. Beide Holzarten sind äußerst stabil und resistent. Um einen eventuellen Innenausbau Ihres Carports durchzuführen, ist Lärche empfehlenswert.

Qualität als wichtiger Faktor

Damit Sie an Ihrem Carport lange Freude haben, ist es ungemein wichtig, dass Sie bei den verwendeten Materialien auf eine entsprechende Qualität achten. Maschinell hergestellte Bauteile für Carports sind glatt gehobelt. Gerade wenn Sie das Kopfband in einer Stützfunktion einbauen, muss dieses gegen die Wetterverhältnisse geschützt werden. Auch dekorativ bearbeitete Kopfbänder, die zugleich als Stütze dienen, werden mit wetterfestem Lack gestrichen und somit vor Wind, Regen und Schnee geschützt.

 Carport Dach

Neben dem Kopfband kann auch das Dach dem Carport einen besonderen Charakter verleihen. Es gibt viele Ausführungen von Carport Dächern, darunter auch ein Solardach, ein Gründach oder ein Flachdach. Zukünftige Carport-Besitzer interessieren sich vor allem dafür, welche Dachform und welche Dachart für sie in Frage kommen. Das erste, was man von einem Carport sieht ist das Dach, da es durch seine exponierte Stellung als erstes sichtbar ist. Aus diesem Grund sollte man sich Gedanken über die Gestaltung des Carport Dachs machen. Meist hat ein Carport ein Flachdach und selten auch ein Pultdach. Das Flachdach eignet sich, da es in der Regel einfacher in der Konstruktion ist. Es gibt bei der Dachkonstruktion dennoch kaum Einschränkungen, was bedeutet, dass man das Carport Dach der Dachform des Hauses anpassen kann.

Welches Material sollte man verwenden?

Für das Dach kann man verschiedene Materialien wie PVC, Wellblech oder Glas verwenden. Zunächst ist die Dachbelastungsfähigkeit pro Quadratmeter das wichtigste Kriterium. In einem Gebiet in dem im Winter viel und regelmäßig Schnee fällt, sollten Sie ein Dach mit hoher Lastfähigkeit wählen. PVC als Baumaterial ist sicherlich das günstigste – zwar ist das Baumaterial leicht zu verarbeiten, doch durch die Lichtdurchlässigkeit ist der Schmutz auf dem Dach nach unten sichtbar.
Heute wird auch immer häufiger Stahl und Aluminium als Baumaterial für das Carport Dach verwendet. Diese Materialien sind zwar teurer, aber ebenso leicht im Vergleich. Bei diesen Baustoffen ist jedoch der Geräuschpegel bei starkem Regen sehr hoch.
Auch das naturbelassene Holz ist ein idealer Werkstoff für das Carport Dach. Es hat den Vorteil, dass es begehbar ist, doch in der Anschaffung ist es auch etwas kostspielig.

Solaranlage auf dem Carport

Eine durchaus zeitgemäße Variante ist das sogenannte Solardach. Dies wird immer häufiger verwendet und kann im Gegensatz zur üblichen Dachbedeckung nutzbringend eingesetzt werden. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass Lage und Abmessungen von Photovoltaik-Anlagen bei der Konstruktionsplanung beachtet werden müssen. Die Südlage ist als Einsatzort ist für Solaranlagen ideal.

 Das Gründach

Wenn der Carport im Garten Platz finden soll, kann dieser mit einer Dachbegrünung optimal in den Garten integriert werden. Dabei ist unbedingt die Dachform zu beachten. Manche Ausführungen sind je nach Höhenwinkel mehr für die Befestigung der Dachbegrünung geeignet als andere.
Ist die Dachbegrünung gepflegt, betrachtet man diese gerne und der Arbeitsaufwand ist geringer als oft angenommen.

Wenn Sie vorhaben selbst einen Carport zu bauen, schauen Sie sich doch das folgende Video dazu an:

Viel Erfolg!