Wischtechnik Anleitung mit Video

Kreative Effekte durch Wischtechnik

wischtechnikenDie Wischtechnik ist die richtige Methode, um größere Wandflächen strukturiert aussehen zu lassen. Richtig angewendet sorgt diese Technik dafür, dass eine auf diese Weise gestrichene Wohnung den Flair eines mediterranen Hauses erhält. In der Anleitung finden Sie Infos zur Wischtechnicken mit folgenden Materialien: Folienroller, Spachtel, Schablonen, Naturschwamm, Wischhandschuh, Lederknäuel, Lasurbürste, Pinsel, Baumwohlwickeltuch.

Hinsichtlich der Arbeitsfläche ist zu beachten, dass das Verwischen umso einfacher gelingt, je glatter der Untergrund ist und umso weniger Dispersionsfarbe er aufnimmt. Ebenso, wie vor jedem neuen Anstrich ist natürlich für staub- und fettfreie Grundflächen zu sorgen. Schließlich gilt es, sich für die Farbe bzw. die Farben zu entscheiden: Die Wischtechnik kann nämlich sowohl mit einer, als auch mit mehreren Farbtönen durchgeführt werden und zur Wahl stehen – abgesehen von Dispersionsfarben – spezielle Lasuren. Um loslegen zu können, müssen folglich die Wunschfarben und eine gute Auswahl an Arbeitsgeräten neben üblichen Materialien (Wasser, Abdeckplane und Pinsel/Farbroller) vor Ort sein. Eine ausführliche Anleitung zum selber machen bekommen Sie im Video oder auch als PDF-Dokument:

Die verschiedenen Methoden

Soll die Wischtechnik lediglich mit einer Dispersionsfarbe ausgeübt werden, kann entweder auf der feuchten Wand gearbeitet werden oder aber die Wunschfarbe wird nach dem Austrocknen aufgetragen. Um auf feuchten Flächen rasch genug arbeiten zu können, ist es zweckmäßig, zu zweit zu arbeiten: Während einer die Farbe mit einem Kurzflorroller aufträgt, sollte die zweite Person direkt mit dem gewählten Hilfsmittel darüber wischen – beispielsweise kreisförmig oder kreuz und quer. Die jeweils mit dem Grundanstrich versehene Fläche sollte nicht viel größer als ein halber mal einem Quadratmeter sein, um ein Antrocknen zu verhindern.

Möchte man zunächst einmal grundieren und hernach auf der trockenen Wand die Technik des Wischens anwenden, muss die Wunschfarbe ein wenig mit Wasser verdünnt und mit einem geeigneten Hilfsmittel aufgetragen werden. Hat man sich für eine Lasur entschieden, werden üblicherweise mehrere Schichten nacheinander aufgetragen, damit der erhoffte dreidimensionale Farbeindruck entsteht. Die jeweils vorherige Farbschicht muss unbedingt völlig trocken sein, bevor der nächste Anstrich erfolgt. Möchte man eine Wand in mehreren Farbtönen streichen, ist zuvorderst auf ein Harmonieren selbiger zu achten. Nachdem die erste Farbschicht getrocknet ist, werden entweder hellere oder dunklere Farben als nächste Schichten aufgetragen. Mit der Zahl der Farbschichten nimmt die Tiefenwirkung der gestalteten Fläche zu.

Beispiel der Wischtechnik: grüne Wand und Pflanze

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Üblicherweise kommt es nämlich gerade bei der Anwendung farbiger Deckanstriche auf sehr genaues Arbeiten an – und kleinste Fehler sind meist direkt zu sehen. Wird ein Farbton jedoch gewischt, ist der Wechsel zwischen Stellen mit mehr und weniger Farbsättigung sogar gewollt. Bevorzugt man zudem dunklere Farbtöne, wirkt ein deckend gestrichener Raum schnell drückend, was durch das Farbverwischen nahezu vermieden werden kann.

Tipps, die zum Gelingen der Wischtechnik beitragen

1.) Gleichgültig, welche Werkzeuge gewählt werden: diese sollten vor dem Streichen unbedingt angefeuchtet werden. Das Tropfen hingegen ist tunlichst zu vermeiden, damit keine hässlichen Flecken entstehen. Um nicht eine zu große Farbmenge auf der gewählten Fläche aufzutragen, sollte ein eventuell vorhandener Überschuss zuvor abgestreift werden. Gerade dann, wenn es sich um das erste Wischtechnik-Projekt handelt, ist ein wenig Vorsicht geboten: Deshalb lieber nicht allzu schwungvoll die Lasur- oder Dispersionsfarbe verwischen. Gerät die Struktur gar zu unruhig und dynamisch, bereut man es später vermutlich.

2.) Flächen, die nicht mit der Wischtechnik verschönert werden sollen, gilt es, gründlich abzudecken/abzukleben. Längere Pausen und ein eventuelles Antrocknen der Farbe muss vermieden werden, da ansonsten Ansätze und Ränder später störend auffallen.

3.) Es ist unerlässlich, die Fläche zwischendurch immer wieder aus einiger Entfernung zu betrachten und auch durch andere bewerten zu lassen. Sind die zu bearbeitenden Flächen nur ungefähr einen halben mal einem Quadratmeter groß, bleibt üblicherweise ausreichend Zeit für eventuell erforderliche Korrekturen. In diesem Zusammenhang ist nochmals zur Verwendung von Lasur zu raten, da diese nicht so schnell trocknet wie Dispersionsfarbe. Übrigens ist es meistens der Fall, dass eine Fläche, die erst mit einer Farbschicht versehen wurde, zu unruhig wirkt. Bereits nach dem zweiten Auftrag wirkt die Fläche erheblich harmonischer.