Zu Hause im Grünen – Dekorieren mit Zimmerpflanzen

In vielen Wohnungen steht heute nur noch ein einsamer Kaktus auf der Fensterbank. Dabei sind Zimmerpflanzen nicht nur dekorativ, sondern wirken sich positiv auf Stimmung und Raumklima aus. Wegen ihrer positiven Eigenschaften und weil sie in allen Formen und Größen vorkommen, eignen sie sich perfekt zur Gestaltung der eigenen vier Wände. Mit etwas Kreativität lässt sich jede Pflanze perfekt in Szene setzen.

Mehr als hübsch anzusehen

Wer sein Heim mit Zimmerpflanzen dekoriert macht alles richtig. Die Farbe grün wirkt beruhigend und erfrischend. Wer in einem Raum arbeitet, in dem Pflanzen stehen, ist produktiver und glücklicher, so das Ergebnis wissenschaftlicher Studien. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass Pflanzen die richtige Pflege benötigen und gewisse Ansprüche an ihren Standort hegen. Auch Schädlinge können ihnen zu schaffen machen. Prominentester Parasit ist sicherlich die Blattlaus. Genau wie die Spinnmilbe liebt sie trockene und warme Luft. Zur Bekämpfung dieser kleinen Mitbewohner gibt es zahlreiche Hausmittel. Besonders im Winter macht sich auch die Trauermücke in deutschen Haushalten breit, die oft mit Fruchtfliegen verwechselt und deswegen nicht richtig bekämpft wird.

Besondere Pflanzen für ein außergewöhnliches Ambiente

Exotische Pflanzen sorgen für ein ganz besonderes Flair in den eigenen vier Wänden. Neben den Fleischfressenden Pflanzen, die zudem auch zur Schädlingsbekämpfung dienen, bieten

Dekorieren mit Zimmerpflanzen
Dekorieren mit Zimmerpflanzen©fotofabrika_de.fotolia.com

beispielsweise Bonsai, Chinesischer Geldbaum oder die zahlreichen Sukkulentenarten eine spannende Abwechslung. Auch die blühende Wüstenrose und Veilchenorchidee erfreuen das Auge jedes Betrachters und die großen ausladenden Blätter der Monstera können einem Raum ein ganz neues Gesicht geben. Diese Pflanzen benötigen jedoch einen hellen Standort und intensive Pflege, damit sie ihre volle Pracht entfalten können.

Wer es lieber nicht so zeitintensiv mag, greift am besten zu den Zimmerpflanzen, die weniger Ansprüche besitzen. Unter den pflegeleichten Pflanzen finden sich Bogenhanf, Elefantenfuß oder Grünlilie. Sie sind fast unverwüstlich und kommen notfalls auch mit wenig Licht aus.

Wahl des richtigen Standortes

Vor dem Kauf einer Zimmerpflanze sollte festgelegt werden, welcher Standort bzw. Raumklima ihr verträglich ist. Manche Pflanzen mögen das feuchte Klima im Badezimmer, andere würden sehr schnell eingehen. Üblicherweise bleiben Zimmerpflanzen an der ausgewählten Stelle stehen, da häufiger Ortswechsel den meisten Gewächsen schadet.

Die meisten Pflanzen benötigen mehr Platz als es am Anfang den Anschein hat, da sie im Laufe der Zeit wachsen und so an Größe und Umfang gewinnen.

Der Topf macht’s

Pflanzen gibt es in unzähligen Formen, Farben, vielfältigen Mustern und Größen. Doch damit hört die Möglichkeit zur optischen Gestaltung nicht auf. Statt Pflanzen in die immer gleichen Blumentöpfe und -kästen zu setzen, lässt sich mit etwas Kreativität schöne und ausgefallene optische Akzente setzen.

Blumentöpfe in unzähligen Farben und Formen gibt es im Baumarkt, auch beim Floristen findet sich oft eine kleine Auswahl. Wer bereit ist zu suchen, der wird auf Flohmärkten und Haushaltsauflösungen fündig. Statt Blumentöpfen kann praktisch jedes Gefäß verwendet werden: Eimer, Kochtöpfe, Metallkisten, Bastkörbe – der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wer Zeit investiert kann natürlich auch Gefäße selbst gestalten oder alte Objekte umfunktionieren. Ob ein alter, ausgehöhlter Röhrenfernseher oder eine ausgemusterte Schublade, mit mehr oder weniger Aufwand kann fast alles zum Übertopf umfunktioniert werden.

Wer es etwas ausgefallener mag kann sich Terrarien- und Aquarienpflanzen anschaffen, sozusagen ein Mini-Gewächshaus für drinnen. Voll im Trend sind Blumenampeln, bei denen die Blumentöpfe mit Hilfe einer Aufhängung befestigt werden. Aus Stricken und Seilen lassen sich geometrische Muster flechten, die Blumenampeln sind selbst ohne die Pflanzen schon ein schöner Blickfang.