Badezimmergestaltung: Von der Planung bis zur Dekoration

In den letzten Jahren hat sich das Bild des Badezimmers stark gewandelt. Das Badezimmer wird immer stärker zum Ruhepol des Hauses. Komplett geflieste Bäder stellen in modernen Badezimmern eine Ausnahme dar. Vielmehr wird mit farblichen Akzenten und natürlicher Dekoration eine Spa-Atmosphäre geschaffen. In diesem Beitrag gehen wir auf die moderne Badezimmergestaltung ein und beschäftigen uns mit der Badplanung und der Dekoration.

Badezimmergestaltung: Von der Planung bis zur Dekoration 18. Januar 2019

Der Weg zum Traumbadezimmer: Die ersten Schritte zur Planung

1. Zeit für die Planung nehmen und Wünsche aufschreiben

Das Badezimmer ist ein Raum, der täglich mehrfach genutzt wird. Im Gegensatz zum Waschtisch und der Toilette sind viele wesentliche Elemente im Bad, wie Dusche, Badewanne und Fliesen fest eingebaut und bleiben meist über Jahrzehnte unverändert. Für die Planung muss man sich daher viel Zeit nehmen. Es hilft sich zunächst im Internet und in Fachgeschäften ein Bild von den Möglichkeiten zu machen. Individuelle Wünsche, die das Bad erfüllen soll, sollten notiert werden. Bevor die eigentliche Planung beginnt, sollte man sich auch überlegen wie viel Stauraum und Platz z.B. am Waschtisch benötigt wird.

2. Grundriss und Anschlüsse

Nachdem man sich Inspiration geholt hat, geht es darum den Grundriss zu planen. Hier wird der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Von einem klassischen Bad in rechteckiger oder länglicher Form bis hin zu verschiedenen Badbereichen ist alles möglich. In modernen Bädern werden Toilette und Dusche oft vom restlichen Bad abgegrenzt. Dies geschieht durch eingezogene Wände. Auch die Lichtquellen spielen bei der Planung des Grundrisses eine große Rolle. Soll das Licht über ein normales Fenster eindringen oder ist auch eine Lichtquelle in einer Dachschräge möglich. An dem Grundriss wird sich auch bei den Anschlüssen orientiert – stehen diese einmal, können sie nur noch schwer verändert werden.

3. Dusche und Badewanne wählen

Die Dusche und Badewanne sind zentrale Elemente des Bades. Die Größe und Form der Badewanne nimmt großen Einfluss auf die Wirkung des Bades. Frei stehende Badewannen sind absolute Hingucker, eignen sich aber nur für große lichtdurchflutete Bäder. Klassische Eckbadewannen oder Raumsparwannen machen auch in kleineren Bädern eine gute Figur. In modernen Bädern findet man heutzutage vor allem ebenerdige Duschen. Oft werden für den Boden der Dusche andere Fliesen gewählt, um die Dusche optisch klar abzugrenzen. Auch eine Dusche ohne Dichtung liegt im Trend. Durch einen speziellen Klebemechanismus wird keine Kunststoffdichtung an den Glasfronten mehr benötigt. Dies hat nicht nur einen Vorteil bei der Reinigung, sondern unterstützt die fließende Optik der bodenebenen Duschen.

Wandgestaltung: Natürliche Töne für mehr Wohlfühlatmosphäre

dusche ohne dichtung badezimmer
Moderne Badezimmer setzen auf Naturmaterialien und optische Highlights ©denisismagilov_fotolia.com

Fliesen im Bad sind natürlich weiterhin beliebt, aber sie werden in Badezimmern häufiger als Akzent minimalistisch eingesetzt. In vielen Bädern werden die Wände heute nur noch in den Nassbereichen gefliest – alle anderen Wände werden in natürlich Tönen gestrichen oder mit Tapeten gestaltet.

Gestaltung mit Fliesen

Fliesen werden in modernen Badezimmern in natürlichen Tönen gewählt. Um den Raum optisch größer wirken zu lassen, empfiehlt es sich, große Fliesenformate zu nutzten, die die Anzahl der benötigten Fugen im Bad verringert. Optische Highlights werden mit Mosaikfliesen geschaffen. Mit diesen Fliesen lassen sich wunderschöne farbliche Akzente im Bad setzen, die die Spa-Atmosphäre optisch unterstützen. Auch Musterfliesen im südländischen Stil können einen Blickfang darstellen, bringen aber auch Unruhe in die Raumgestaltung. Musterfliesen werden daher nur dezent und möglichst in größeren Badezimmern eingesetzt. Wer aus Kosten- oder Zeitgründen nicht gewillt ist, die Fliesen in einem älteren Badezimmer zu erneuern, kann die Fliesen in gewünschter Farbe streichen.

Farbliche Wandgestaltung: Wände streichen oder tapezieren?

Statt die Wände im Badezimmer zu fliesen, werden die Wände immer häufiger in natürlichen Tönen in der Farbpalette von einem gedeckten weiß bis hin zu hellen Beigetönen gestrichen. Für das Badezimmer eignet sich vor allem sogenannte Latexfarbe. Diese ist besonders strapazierfähig und lässt sich mit einem feuchten Tuch abwaschen. Mit Vinyltapeten setzen tolle Akzente. Auch sie sind abwaschbar und lassen durch vielfältige Muster und Farben der Gestaltung viel Spielraum – von minimalistischen Mustern, über Fototapeten mit Naturbildern bis hin zu Barocken-Mustern, die wunderschön zu goldfarbenen Armaturen aussehen ist alles möglich.

Badezimmergestaltung: Dekoration und Licht

Licht:

Licht spielt in jedem Wohnraum eine wichtige Rolle. Im Badezimmer muss es hell genug sein, um sich am Morgen fertig zu machen. Ist im Bad kein Tageslicht vorhanden, hilft eine Tageslichtlampe dabei das Make-Up aufzutragen und die richtigen Farbtöne zu wählen. Diese werden bei warmem Licht oft verfälscht. Am Abend nach der Arbeit ist aber Gemütlichkeit gefragt. Wer sein Badezimmer selbst planen kann, sollte eine indirekte Beleuchtung bzw. Lampen mit Dimmer einbauen. Generell sollte auf mehrere Lichtquellen geachtet werden, wie beispielsweise Deckenlampe, Lampen im Badezimmerschrank oder Lampen an der Fußleiste des Bodens. Wer seine Badewanne selbst einbaut, kann zu einer Badewanne mit eingebautem Licht greifen – die eingebauten Lampen lassen sich häufig in der Farbe variieren und bringen pure Entspannung bei einem warmen Bad.

Dekorationselemente:

Dekorationselemente geben dem Badezimmer den letzten Schliff. Dekoration, die an die Natur angelehnt ist, bringt eine besondere Ruhe in das Badezimmer. Es sollte möglichst darauf geachtet werden ausreichend Stauraum für die vielen Kleinigkeiten, die im Bad anfallen, zu schaffen. Je mehr diese Kleinigkeiten hinter der Tür des Badezimmerschrankes verschwinden, desto ruhiger und ordentlicher wirkt das Gesamtbild. Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Putzen weniger aus dem Weg geräumt werden muss.

  • Dekorationselemente aus Holz wie beispielsweise Aufbewahrungskörbe oder Badewannentablett
  • Raumduft: Entspannter Duft und dekoratives Design
  • Handtücher als Dekorationselement einsetzen – farblich auf den Raum abstimmen
  • Hochwertiger Seifenspender und Aufbewahrungsdosen
  • In Fenstern mit Bädern farbliche Akzente durch Pflanzen setzen
  • Kerzen für mehr Spa-Atmosphäre