Insektenschutz anbringen: Keine Chance für Krabbeltiere

Insektenschutz anbringen: Keine Chance für Krabbeltiere 3. Mai 2017

Mücken, Wespen, Fliegen – der Sommer ist auf dem Vormarsch in Begleitung nerviger Insekten. So wird aus der einen oder anderen Grillparty ein Spießrutenlauf. Nicht einmal vor den eigenen vier Wänden machen die Plagegeister halt. Fenster und Türen geschlossen halten, ist bei so mancher Sommerhitze allerdings keine Option. Ebenso ineffizient sind klebende Fliegenfallen auf Leimbasis.

Mit diesen Insektengittern lassen sich die Plagegeister aussperren © alezandro_Fotolia.com
Mit diesen Insektengittern lassen sich die Plagegeister aussperren © alezandro_Fotolia.com

Die Lösung: Ein Insektengitter für Türen und Fenster. Mit so einem Insektenschutz lassen sich Insekten restlos aus Eigenheim oder Wohnung verbannen. In diesem Artikel wird Ihnen gezeigt, was es für Insektenschutze gibt und wie Sie Schritt für Schritt ein Insektengitter anbringen.

 

Insektenschutz anbringen: Klett oder Klebstoff an Fensterrahmen

Schutz vor Insekten muss weder teuer noch kompliziert sein: Ein normales Fenster lässt sich im Handumdrehen mit einem Insektenschutz ausstatten. Dazu benötigen Sie lediglich wahlweise eine scharfe Schere oder ein Cuttermesser, einen Zollstock, Klettband und das eigentliche Insektengitter aus feinem Material wie z. B. Fiberglas oder Nylon.

  1. Zunächst muss der Fensterrahmen ausgemessen werden. Nehmen Sie dafür den Zollstock in die Hand und legen sowohl an die senkrechte als auch an die waagerechte Innenseite des Fensters an. Da das Insektengitter einen Rand benötigt, der am Fensterrahmen haftet, müssen die Maße des Gitters etwas größer sein als die Maße des Fensterrahmens. Addieren Sie 1-2 cm auf die Fensterrahmenmaße.
  2. Übertragen Sie nun die Maße auf das Insektengitter. Schneiden Sie am besten entlang des Zollstocks mit dem Cuttermesser oder der Schere.
  3. Jetzt muss das Klettband rundum die Öffnung an den sogenannten Fensterfalz befestigt werden. Erfreulich: Das Klettband hat gewöhnlich auf der Rückseite bereits einen Klebefilm und kann direkt angebracht werden.
  4. Zuletzt müssen Sie das Insektengitter auf das Klettbandheften – fertig ist der Insektenschutz. Überstehende Stellen des Insektengitters können auch im Nachhinein abgeschnitten werden. Dazu müssen Sie das Netz nicht einmal ablösen.

Je sorgsamer Sie bei der Montage eines Insektenschutzes vorgehen, desto länger wird sich das Ergebnis am Fensterrahmen halten. Des Weiteren findet man im Baumarkt heutzutage auch Insektengitter mit Reißverschluss – nützlich, wenn es sich um ein Fenster handelt, aus dem hin und wieder etwas heraus oder herein gebracht werden muss. Im folgenden Video wird der gesamte Ablauf kommentiert gezeigt:

Insektengittertür und Insektengitterfenster

Wer eine stabile, flexible Lösung sucht, kann eine zweite Tür mit Fliegengitter und einem Rahmen aus wetterfestem Kunststoff vor die eigentliche Terrassentür montieren. Die Größe des Rahmens lässt sich in der Regel selbst justieren und an den Türrahmen anpassen. Diese Insektengittertür lässt sich dann unabhängig von Terrassen- oder Wintergartentür öffnen und schließen, sodass die äußere Tür aufgemacht werden kann und dennoch ein Fliegengitter jeglichen Insekten das Handwerk legt.

Ähnlich funktioniert dies auch bei Fenstern: Ein Insektengitter wird mit einem Cuttermesser auf die Größe eines Kunststoffgestells zugeschnitten, das zuvor wiederum an die Größe des Fensterrahmens angepasst wurde. Anschließend kann das Gitternetz in das Gestell eingespannt werden. Der fertige Spannrahmen wird nun mit Clips ausgestattet, mit denen das Insektengitterfenster hinter das echte Fenster geclipt werden kann – jederzeit kann das Insektengitterfenster so herausgenommen werden. Außerdem spielt es keine Rolle, ob das Fenster dann zu, weit geöffnet oder auf Kipp ist. In dem folgenden Video wird veranschaulicht, wie die richtige Größe des Rahmens umgesetzt und das Insektengitterfenster angebracht wird:

Dachgeschoss: Insektenschutzrollos bei Schwing- und Klappfenstern

Einige Dachfenster erschweren die Montage eines Insektengitters. Dies liegt an den unterschiedlichen Öffnungsmechanismen. Man unterscheidet zwischen Schwingfenstern und Klappfenstern:

Bei einem Klappfenster im Dachgeschoss befindet sich der Mechanismus oben und das Fenster wird nach außen geöffnet, sodass ein Fliegengitter oder Insektenschutzrollo ohne weiteres im Zimmer angebracht werden kann.

Durch die Bauart des Schwingfensters sind die herkömmlichen Insektengitter eher ungeeignet. Ein gecliptes Insektengitterfenster würde nicht nur leicht bei einer Dachschrägen herunterfallen, vor allem ließe sich das Schwingfenster durch den Öffnungsmechanismus gar nicht mehr richtig aufmachen, da sich dieser mittig am Dachfenster befindet und in geöffnetem Zustand stets eine Hälfte des Fensters aus dem Zimmer und die Andere in das Zimmer hinein ragt. Das gleiche Problem hätten Sie auch bei einem Insektengitter, das mit Klett angebracht ist. Auch ein Insektenschutzrollo bietet sich bei einem Schwingfenster nur bedingt an.

Dieses wird nicht am Fensterrahmen angebracht, sondern direkt an der Dachschrägen selbst. Solche Rollo-Systeme werden ringsum die Einkerbung des Fensters an die schräge Wand geschraubt und wirken daraufhin meist sehr edel. Leider können einige Schwingfenster bei dünnen Dachschrägen nicht optimal geöffnet werden, wenn ein Insektenschutzrollo verwendet wird – lediglich ein Spalt ist dann möglich: Eine bessere Lösung für Schwingfenster gibt es allerdings nicht.