Lärmschutzdämmung selbst gestalten

Lärmschutzdämmung selbst gestalten 8. Februar 2016

Belästigungen durch Schall sind keine Seltenheit – vor allem empfindliche Menschen fühlen sich durch laute Geräusche wie die Musik des Nachbarn oder das Rauschen des Wassers im Badezimmer nebenan gestört.

Reicht die Einhaltung der baulichen Normen für Schallschutz nicht aus, um dem Lärm beizukommen, können die Übertragungswege im Zuge nachträglicher Gegenmaßnahmen versperrt werden. Baumaßnahmen mit passenden Baustoffen können hierbei helfen, die Lautstärke auf ein erträgliches Maß einzuschränken. Spezialisten wie Kemmler bieten hierbei die passenden Mittel für die eigene Dämmung zu Hause an.

Mit einfachen Tricks gegen den Schall

Schon die Positionierung der Möbel hat einen großen Einfluss auf die Intensität der störenden Geräusche: Eine wirkungsvolle Barriere stellt zum Beispiel ein vor die Wand gestellter Kleiderschrank dar. Der Effekt verliert sich jedoch, wenn das Möbelstück aus Gründen der Stabilität an der Wand festgeschraubt wird. Grundsätzlich lohnt es sich, im Rahmen der Einrichtung auf die Schaffung mehrdimensionaler Flächen zu achten. Im Gegensatz zu großen, glatten Flächen brechen sie den Schall und sorgen so für eine bessere Verteilung des Lärms im Raum. Auch großzügige Gardinen und hochflorige Teppiche führen zu einer Verbesserung des Schallschutzes.

 

 © Marcus Kretschmar - fotolia.com
© Marcus Kretschmar – fotolia.com

Bauliche Veränderungen bewirken eine hörbare Verbesserung

In schlecht gedämmten Häusern ist es oftmals die Übertragung des Schalls über den Fußboden, die für Verdruss sorgt. Durch die Verlegung eines Teppichs mit einer weiteren Dämmschicht aus Filz, Kautschukgranulat, Kork, Schaumfolien oder Weichfaserplatten können die unangenehmen Geräusche in der Regel deutlich reduziert werden. Eine Alternative ist der schwimmende Estrich – vorausgesetzt, er ist nicht fest mit der Rohdecke oder den Wänden verbunden. Die sogenannte Entkopplung von Decke, Boden und Wänden spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Lärm: Sie verhindert, dass sich der Schall über die angrenzenden Bauteile ausbreiten kann.

Eine Alternative zur nachträglichen Dämmung des Fußbodens ist die Abhängung der Decke. Die Wirksamkeit einer solchen Konstruktion beruht nicht nur auf der Dämmung des in der Decke entstandenen Hohlraums durch bauakustisch wertvolle Baustoffe wie etwa Glaswolle, sondern auch auf einer biegeweichen Beplankung mit Gipskartonplatten. Beim Bau der Decke erweisen sich die sogenannten Nonius-Abhänger als besonders hilfreich. Sie lassen eine exakte Justierung der Höhe zu und machen so die Grundlattung überflüssig. Während die Dämmplatten eng gestoßen verlegt und an den Wänden etliche Zentimeter hochgeführt werden sollen, ist auch hier auf einen ausreichenden Abstand der Plattendecke zu den umliegenden Wänden zu achten. Im Anschluss an einen Anstrich mit Tiefengrund kann die aus Gipsplatten eingezogene Decke problemlos gestrichen oder tapeziert werden.