Rasen pflegen leicht gemacht

Für die meisten Gartenbesitzer ist es sehr wichtig, einen schönen, gepflegten und grünen Rasen zu haben. Dabei kommt es ganz auf die richtige Rasenpflege an. Regelmäßiges Mähen, Bewässern und Düngen sind Voraussetzungen für einen besonders gut gepflegten Garten. Sie benötigen dafür aber nicht extra einen Gärtner. Mit einigen Tipps und Tricks machen Sie selbst als Hobbygärtner Ihre Rasenfläche zum Highlight Ihres Gartens.

Rasen pflegen leicht gemacht 26. August 2019

Regelmäßiges Mähen

Regelmäßiges Mähen Ihres Rasens ist die Grundlage für eine effektive Rasenpflege. Im Frühjahr, spätestens im April, beginnt der erste Rasenschnitt des Jahres. Nach einer längeren Winterpause werden zunächst nur die Spitzen der Grashalme geschnitten. Empfehlenswert ist danach, mindestens einmal die Woche den Rasen zu mähen, damit dieser frisch bleibt und sich kein Unkraut bildet. Im Sommer sollten Sie die Rasenfläche sogar zweimal die Woche mähen. Nach mehrmaligem Mähen sollte Ihr Rasen eine Höhe von circa drei bis vier Zentimetern haben. Stellen Sie also vor dem Mähen die richtige Schnitthöhe im Rasenmäher ein. Regelmäßiges Mähen macht Ihren Rasen dicht, strapazierfähig und hält Unkraut fern. Achten Sie dabei stets darauf, dass der Rasen nicht nass ist, da Ihr Rasenmäher ansonsten verstopfen kann. Am besten ist es, in nebeneinanderliegenden Bahnen zu mähen, da somit ein sauberes und ebenmäßiges Muster entsteht. Wenn Sie regelmäßig mähen, können Sie das Schnittgut auf dem Rasen liegen lassen. Dieses Mulchmaterial dient dem Rasen als Dünger und schützt ihn vor dem Austrocknen. Mähen Sie allerdings seltener, so sollten Sie das Schnittgut entweder auffangen oder mit einer Hacke vom Rasen entfernen, da sich ansonsten Pilze bilden oder der Rasen Krankheiten einfangen könnte. Bei der Wahl des richtigen Rasenmähers haben Sie viele Alternativen. Vom Spindelmäher bis hin zum Akkumäher: Die Auswahl an unterschiedlichen Modellen ist sehr groß – und jedes bringt seine Vor- und Nachteile mit sich.

Elektromäher

Eines der beliebtesten Modelle ist der Elektromäher. Diese Geräte sind preisgünstig und brauchen kaum Wartung. Zudem verursachen sie nur geringe Stromkosten. Lediglich das Messer muss gelegentlich geschärft werden, ansonsten fallen keine weiteren Kosten an. Ein kleiner Nachteil des Elektromähers ist das Kabel. Besonders bei großen Grundstücken oder verwinkelten Flächen kann das Kabel lästig werden.

Akkumäher

Der Akku-Rasenmäher ist die bequemere Alternative zum Elektromäher. Denn er benötigt kein Stromkabel, sondern verfügt über einen Akku, der leistungsstark und schnell aufgeladen ist. So müssen Sie sich nicht mehr mit dem lästigen Kabel rumschlagen und haben ein komfortables Mäh-Erlebnis. Der einzige Nachteil bei diesem Modell ist der hohe Preis. So kostet ein Akkumäher teilweise doppelt so viel wie ein Elektromäher.

Mähroboter

Der Mähroboter ist eine moderne Variante, um Ihnen das Rasenmähen zu erleichtern. Er bietet Ihnen einen besonderen Komfort, indem er Ihren Rasen vollkommen selbständig und ohne menschlichen Einfluss mäht. So können Sie Ihre Freizeit besser nutzen und müssen sich nicht mehrmals die Woche um die Pflege Ihres Rasens kümmern. Auch im Urlaub brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben, dass Sie Ihren Garten vernachlässigen. Einmal richtig eingestellt, mäht der Mähroboter zur von Ihnen eingestellten Zeit die von Ihnen gewünschte Rasenfläche. Ein Nachteil ist hierbei der durchaus hohe Preis von bis zu 1000 Euro. Wer es aber komfortabel möchte, ist mit diesem Modell gut bedient.

Regelmäßiges Wässern

Rasensprenger ©pixabay.com

Um die richtige Rasenpflege zu gewährleisten, sollten Sie je nach Wetterbedingung Ihren Rasen regelmäßig bewässern, damit er nicht austrocknet. Rasensprenger oder Kreisregner können hierbei Abhilfe schaffen. Besonders im Hochsommer, also von Juni bis Ende August, sollte Ihr Rasen ausreichende gewässert werden. Empfehlenswert ist es, an heißen Tagen den Rasen alle vier bis sieben Tage zu beregnen, vorzugsweise nachmittags oder abends. Lassen Sie den Rasensprenger auch ruhig bis zu 20 Minuten an einer Stelle stehen, damit das Wasser tief in die Erde eindringen kann und Ihre Rasenfläche ordentlich gepflegt wird.

Rasen vertikutieren

Für die richtige Rasenpflege müssen Sie Ihren Rasen zudem vertikutieren. Denn mit der Zeit bleiben altes Schnittgut und Moos auf dem Rasen liegen, wodurch sich Rasenfilz bildet. Das ist ungesund für Ihren Rasen, da die Belüftung blockiert wird. Wer eine dichte, strapazierfähige und frische Rasenfläche haben möchte, sollte diese daher mindestens einmal im Jahr richtig vertikutieren. Wann dies vonnöten ist, können Sie mit einem einfachen Test herausfinden: Ziehen Sie dafür eine Metallharke durch den Rasen. Bleiben Mähreste und Moss am Harken hängen, wird es Zeit, Ihren Rasen zu vertikutieren, denn Rasenfilz blockiert die Zufuhr von Luft, Licht, Wasser und Nährstoffen zu den Wurzeln. Der ideale Zeitraum zum Vertikutieren ist im Frühjahr, damit sich der Rasen bis zum Hochsommer noch ein wenig ausruhen kann – oder im September, nachdem der Rasen bereits mehrfach gemäht und strapaziert wurde. Beim Vertikutieren haben Sie die Wahl zwischen einem Elektro-Vertikutierer und einem Hand-Vertikutierer. Vertikutierer durchkämmen den Boden mit senkrecht stehenden Messern und dringen dabei einige Zentimeter in den Boden ein. Sie ziehen den Rasenfilz durch die Gräser und fördern damit die Belüftung des Bodens. Sie sollten den Rasen in Längs- und Querrichtung vertikutieren. Nach dem Vertikutieren sind meistens kahle Stellen im Rasen zu sehen. Hier müssen Sie nachsähen, bevor an diesen Stellen Unkraut wächst.

Rasen düngen

Im Frühjahr sollten Sie Ihren Rasen das erste Mal düngen. Haben Sie im Frühjahr vertikutiert, so sollten sie erst danach Dünger auf die Rasenfläche geben. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die vom Hersteller empfohlene Dosierung verwenden, denn auch eine Überdüngung schadet dem Rasen und der Umwelt. Tipp: Sie können sich einen Streuwagen zur Hilfe nehmen, um den Rasen gleichmäßig in der richtigen Dosierung zu düngen. Am besten machen Sie dies an einem regnerischen Tag. Bleibt es aber trocken, so sollten Sie nach dem Düngen den Boden unbedingt bewässern, damit die Nährstoffe vom Boden besser aufgenommen werden. Empfehlenswert sind spezielle Langzeit-Dünger, die Ihren Rasen bis zu sechs Monate mit Nährstoffen versorgen. Sie sind zwar wesentlich teurer, ersparen Ihnen aber ständiges Nachdüngen. Gegen Unkraut helfen auch besondere Dünger mit Unkrautvernichter.

Fazit: Rasen pflegen

Um einen schönen und frischen Rasen zu haben, ist die richtige Rasenpflege unabdingbar. Ganz ohne Mühe ist dies aber nicht zu haben. Sowohl regelmäßiges Mähen und Wässern als auch Düngen und Vertikutieren sind notwendig, um Ihren Rasen ansehnlich und gesund zu halten. Für die richtige Rasenpflege benötigen Sie aber keinen Profi. Mit unseren Tipps wird auch Ihr Rasen diesen Sommer zu einem richtigen Hingucker!