Spülkasten entkalken – Tipps und Tricks

Spülkasten entkalken – Tipps und Tricks 13. März 2018
Mit wenig Aufwand den Spülkasten selbst entkalken ©Dan Race_fotolia.com

Warum muss ich den Spülkasten überhaupt entkalken?

Kalk entsteht normalerweise besonders an Stellen, in denen das Wasser verdunstet. Wasserkocher und Kaffeemaschinen sind daher häufig von Ablagerungen betroffen. Den Spülkasten durchläuft nur kaltes Wasser, wieso entsteht hier also Kalk? Das kalte Wasser aus der Leitung erwärmt sich bei längerem stehen im Wasserbehälter des Spülkastens auf Zimmertemperatur. Langsam, aber stetig verdunstet auch hier ein Teil des Wassers. In Regionen mit sehr hartem Wasser entstehen Kalkablagerungen, die den Wasserfluss und die Mechanik beinträchtigen. Bemerkbar macht sich die Verkalkung erst, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:

  • Spülkasten gibt ständig Wasser an die Toilette ab
  • Wasserzulauf erfolgt nur sehr langsam (Indikator für verkalktes Zulaufventil)
  • Braun-gelbliche Ränder an den Stellen der Toilettenschüssel, die stets im Wasser stehen

Wer eines dieser Anzeichen feststellt, kommt um ein Entkalken des Spülkastens nicht mehr herum. Da Kalk ein guter Nährboden für Bakterien ist, sollte die Entkalkung in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Wie häufig der Spülkasten entkalkt werden muss, hängt von der Wasserhärte ab. Bei hartem Wasser muss der Spülkasten fast alle zwei Jahre entkalkt werden, bei weichem Wasser reicht ein Abstand von fünf Jahren.

Spülkasten richtig entkalken: Hausmittel oder spezielle Reiniger gegen hartnäckigen Kalk?

Für die Reinigung des Spülkastens benötigen Sie nicht viel. Altbewährte Hausmittel gegen Kalk wie Zitronensäure, Essigessenz oder verdünnte Salzsäure sind auch bei der Entkalkung des Spülkastens völlig ausreichend. Auch ein Gebissreiniger-Tab besitzt einen ähnlich kalklösenden Effekt. Die Dosierung der Zitronensäure in Pulverform oder der Essigessenz erfolgt nach Packungsanleitung. Hausmittel sind der Umwelt zuliebe die erste

Wahl, wenn es um das Entkalken der Spülung geht. Spezielle Reiniger aus dem Handel werden meist gar nicht benötigt. Sind die Verkalkungen im Spülkasten jedoch sehr hartnäckig, muss eventuell auf chemisches Reinigungsmittel zurückgegriffen werden. Hausmittel helfen bei starken Kalkablagerungen häufig nicht mehr weiter. Aus eigener Erfahrung konnten wir mit professionellen Entkalkungstapps gute Ergebnisse erzielen.

Neben einem Kalklöser werden noch eine kleine Bürste, ein Eimer und ein Lappen benötigt, um die Kalkablagerungen später zu entfernen.

Mit wenig Aufwand den Spülkasten selbst entkalken ©Dan Race_fotolia.com
Mit wenig Aufwand den Spülkasten selbst entkalken ©Dan Race_fotolia.com

 

Anleitung Schritt für Schritt: So entkalken Sie Ihren Spülkasten

Es gibt zwei Varianten von Spülkästen: Einen freistehenden Spülkasten und einen Unterputzspülkasten. Diese werden zum Entfernen der Kalkablagerung auf unterschiedliche Weise geöffnet. Für das Öffnen des Spülkastens benötigen Sie eventuell einen Schraubenzieher.

Variante 1: Freistehender Spülkasten

  1. Der freistehende Spülkasten lässt sich durch das Abnehmen der oberen Abdeckung ganz einfach öffnen. Manchmal ist die Abdeckung auch draufgesteckt, kann also einfach abgezogen werden.
  2. Entfernen Sie alle beweglichen Einzelteile der Spülung. Hängen Sie dafür den Arm des Schwimmers vom Einlassventil aus. Das Einlassventil ist meist mit einer Mutter befestigt – lösen Sie diese, um das Ventil aus dem Spülkasten herausnehmen zu können.
  3. Prüfen Sie alle Dichtungsringe. Poröse Dichtungen müssen durch neue Dichtungen ersetzt werden (gibt es in jedem Baumarkt zu kaufen). Weichen Sie die ausgebauten Teile im jeweiligen Kalklöser ein. Den Entkalker geben Sie ebenfalls großzügig in den Spülkasten und lassen ihn dort einwirken. Die Einwirkzeit sollte mindestens 12 Stunden betragen. Am besten entkalken Sie den Spülkasten über Nacht. Bitte beachten Sie, dass auch Hausmittel wie Essigessenz oder Zitronensäure bei zu langer Einwirkzeit das Material schädigen kann.
  4. Am nächsten Tag können Sie Verkalkungen und Verschmutzungen vorsichtig mit einer Bürste und einem Lappen entfernen. Haben sich nicht alle Verkalkungen gelöst, muss die Anwendung wiederholt werden.
  5. Bauen Sie alle demontierten Teile wieder ein. Um auch die Verkalkungen aus dem Spülkasten zu lösen, betätigen Sie die Toilettenspülung mehrere Male. Der Spülkasten sollte nun wieder tadellos funktionieren.

Variante 2: Unterputz Spülkasten

Das Öffnen des Unterputzspülkastens gestaltet sich ein wenig schwieriger und ist hersteller-abhängig. Die Plastikabdeckung löst sich, indem Sie die Abdeckung im unteren Bereich leicht anheben und dann nach oben schieben. Ist diese entfernt, fällt ihr Blick zunächst auf eine Zwischenwand. Diese ist entweder aufgesteckt oder angeschraubt. Lösen Sie, wenn nötig, die Schrauben mit einem Schraubenzieher. Nun ist der Einbauspülkasten offengelegt, fahren Sie fort wie beim freistehenden Spülkasten. Das Video zeigt noch einmal, wie ein Unterputzspülkasten schnell geöffnet und entkalkt wird:

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen wertvollen Tipps und Informationen helfen konnten. Sparen Sie bares Geld und nehmen Sie die Entkalkung Ihres Spülkastens einfach selber in die Hand. Es ist so einfach!

Weitere Informationen zur Installation von Toiletten finden Sie hier.