Um- und Anbau – Der Weg zum größeren Heim

Um- und Anbau – Der Weg zum größeren Heim 25. November 2014
© Maksym Dykha fotolia.com
© Maksym Dykha fotolia.com

Es steht Nachwuchs ins Haus oder der neue Wagen braucht einen wettergeschützten Platz vor der Tür, doch die eigenen vier Wände reichen dafür nicht aus. Bevor man umzieht, lohnt es sich die Option eines Umbaus genauer ins Visier zu nehmen. Zimmeranbau, Garage oder auch Balkon – die Möglichkeiten, sein trautes Heim zu erweitern, sind vielfältig. Bei der fixen Umsetzung machen einem allerdings Arbeitsaufwand, Recht und Geld einen Strich durch die Rechnung. Was Sie brauchen und wissen müssen, um das Projekt Um- und Anbau erfolgreich in die Wege zu leiten, soll im Folgenden geklärt werden.

Selbst machen oder Architekt engagieren?

Egal ob höher, länger oder breiter – wer sein Haus umbaut, muss sich an eine Reihe von Auflagen halten. Mit einem Architekten, der den Ausbau plant und durchführt, wird die mühselige Beschäftigung mit den Vorgaben hinfällig, dafür teurer. Wer sich trotzdem für externe Hilfe entscheidet, sollte diese sorgfältig auswählen. Werden Sie sich darüber bewusst, was Sie wollen und suchen Sie sich einen Architekten mit Erfahrung in diesem Bereich.

  • Bewohnen Sie etwa einen Alt- oder Neubau?
  • Haben Sie spezielle Vorstellungen was die Energieversorgung anbelangt?
  • Wünschen Sie sich eine Garage, einen Carport oder einen Balkon?
  • Möchten Sie, dass Ihr Haus in die Höhe oder Länge wächst?

All diese Fragen spielen auch bei der selbstständigen Umsetzung eine Rolle. Wer den Umbau seines Hauses allein in die Hand nehmen möchte, sollte sich insbesondere über baurechtliche Vorgaben und die Finanzierung Gedanken machen.

Mehr Wände – viele Auflagen

Für die eigenständige Organisation des Umbaus ist es unumgänglich, sich über die wichtigsten rechtlichen Vorgaben zu informieren. Bevor es zur konkreten Umsetzung kommen kann, muss eine Baugenehmigung eingeholt werden. Das 1987 in Kraft getretene Baugesetzbuch umfasst einen wichtigen Teil der baulichen Vorgaben in Deutschland. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch liefert Anhaltspunkte, zum Beispiel was das Nachbarschaftsrecht betrifft. In den Landesbauordnungen der Bundesländer (LBO) kann man zudem länderspezifische Richtlinien einsehen. Weiterhin gibt der Bebauungsplan der Gemeinde Auskunft darüber, welche Flächen eines Grundstück bebaut werden dürfen und welche nicht. Dafür hält man am besten Rücksprache mit dem Bauordnungs- beziehungsweise Bauamt der Kommune. All diese Vorgaben sind wichtig auf Ihrem Weg zum größeren Heim. Nach Sichtung der Rechtslage ist auch klar: Dürfen Sie überhaupt an- oder umbauen? Wo können Sie Veränderungen vornehmen? Wer dann noch nicht den Überblick verloren hat, ist auf dem besten Weg eine Baugenehmigung zu erhalten. Mit einem Architekten stehen Sie rechtlich im Übrigen auf der sicheren Seite. Als Planfertiger trägt dieser die Verantwortung für die baulichen Änderungen vor dem Bauamt.

Rollt der Rubel?

Für die Finanzierung des Anbaus, lohnt es sich verschiedene Möglichkeiten zu erwägen. Zunächst sollten Sie sich bewusst werden, ob der Umbau überhaupt in das persönliche Budget passt. Eine monatliche Einnahmen- und Ausgabenaufstellung legt das potenzielle Finanzierungskapital offen. Verschiedene Banken vergeben Kredite für Um- und Anbaumaßnahmen. Für einen Überblick von in Frage kommenden Kreditinstituten ist es hilfreich, sich auf Internetportalen wie hypostar.de zu informieren. Hier bietet sich die Möglichkeit über 300 Anbieter zu vergleichen und eine auf die individuellen Bedürfnisse angepasste kostenlose Angebotsanfrage zu stellen. Auch Schufa-Einträge, wie sie etwa von manchen Banken bei einer Kreditanfrage automatisch vorgenommen werden, werden nicht gemacht. An dieser Stelle sollten Sie sich also fragen: Können Sie einen Umbau finanziell stemmen?

An- und Umbau – die wichtigsten Schritte im Überblick

  • Nehmen Sie sich Zeit.
  • Fragen Sie sich, welche personellen Ressourcen Sie aufbringen können – Architekt: ja oder nein?
  • Klären Sie rechtliche Grundlagen im Vorfeld – Sind Sie überhaupt befugt weitere Zimmer, eine Garage oder einen Balkon etwa anzubauen?
  • Werden Sie sich über Ihr Budget bewusst – Brauchen Sie einen Kredit? Wenn ja, wo finden Sie ein passendes Angebot?

Wenn Sie den Umbau trotz aller Hürden erfolgreich in die Wege geleitet haben, heißt es: Genießen Sie die häusliche Veränderung und den Platz in vollen Zügen!