Verschiedene Handsägen: Einsatzgebiete und Pflege

Für die Hobby-Werkstatt ist eine gute Ausstattung wichtig. Zu einem der meist benutzen Werkzeuge gehört vermutlich die Säge. Die Handsäge ist aber gleichzeitig auch das Werkzeug, bei dem häufig die meisten Fragen entstehen. Die Vielzahl an Sägen, kann schnell überfordern. Wir klären auf, welche Säge sich für welches Einsatzgebiet eignet und worin sich die einzelnen Sägen unterscheiden. Außerdem finden Sie hier Tipps zur Handhabung und Pflege – damit Ihnen Ihre Säge lange Zeit erhalten bleibt.

Die gebräuchlichsten Handsägen und ihre Verwendung

Eine Handsäge ist die Universalsäge, die in keinem Haushalt fehlen darf. Gerade jetzt in der kälteren Jahreszeit ist es eines der meistgenutzten Werkzeuge. Mit einer Handsäge lassen sich nicht nur Bäume ausästen, auch der Weihnachtsbaum kann mit einer Handsäge problemlos gefällt werden. Das große Problem, welches viele Handwerker haben – die Säge ist in vielen Fällen längst stumpf.

Handsäge
Für verschiedene Einsatzgebiete, ist eine andere Säge geeignet ©bilanol_fotolia.com

Dies liegt zum einen an der oftmals schlechten Pflege und zum anderen an der niedrigen Qualität. Bei vielen günstigen Sägen lassen sich oftmals die Sägeblätter nicht wechseln. Ist die Säge dann erst einmal stumpf, kann sie nicht mehr gerettet werden. Da eine Säge ein viel genutztes Werkzeug ist, ist sie auch ein ideales Weihnachtsgeschenk für Hobbyheimwerker. Der Heimwerkershop skillers.com hat qualitativ hochwertige Sägen und Ersatzsägeblätter im Sortiment. Zudem bietet der Shop aktuell passend zur Jahreszeit Rabattaktionen an. Im Folgenden erfahren Sie, welche Handsäge sich für welches Einsatzgebiet eignet und worin sich die einzelnen Sägen unterscheiden:

Fuchsschwanz

Der Fuchsschwanz ist wohl die bekannteste Art einer Handsäge. Er ist für grobe Sägearbeiten immer die erste Wahl. Der Fuchsschwanz ist für schnelle, jedoch nicht unbedingt die exaktesten Ergebnisse bekannt. Ein Fuchsschwanz besitzt meist ein universelles Sägeblatt, welches sich vor allem für Holzarbeiten eignet. Die Ausführungen können über 35- 50 cm Sägeblattlänge verfügen. Hochwertige Marken bieten auch spezielle Modelle für Linkshänder an. Außerdem können Sie bei höherpreisigen Fuchsschwanz-Sägen die Sägeblätter austauschen. Ein Fuchsschwanz kommt in folgenden Bereichen zum Einsatz:

  • Sägen von Brettern, Kanthölzern und Gehrungsschnitte
  • mit hartmetallbestücktem Sägeblatt auch für andere Materialien wie z.B. Porenbetonsteine geeignet

Bügelsäge

Die Bügelsäge ist dank der variablen Sägeblätter in ihrem Einsatz sehr vielfältig. Sie arbeitet schnell und effektiv. Das Sägeblatt wird bei einer Bügelsäge eingespannt. Dank des Schnellspannhebels können Sie die Blattspannung jederzeit korrigieren. Die zum Teil sehr feinen Sägeblätter ermöglichen feine Schnitte und reduzieren die Zerspannungsarbeit. Die Grenze der Bügelsäge liegt in ihrem Bügel selbst – dickere Materialien als der Abstand zwischen Sägeblatt und Bügel können nicht durchtrennt werden. Bügelsägen und ihr Einsatzgebiet:

  • Laubsäge zur Holzverarbeitung: erlaubt sowohl gerade als auch schräge Schnitte und wird daher auch gern für Kunsthandwerksarbeiten genutzt
  • Handbügelsäge für Metallverarbeitung: ist schwerer als eine Laubsäge und eignet sich für das Einschlitzen und Durchtrennen von Metall
  • Handbügelsäge mit weniger Zähnen zur Kunststoffverarbeitung: eignet sich zum Arbeiten mit sämtlichen Kunststoffen

Japansäge

Japansägen werden auch auf dem europäischen Markt immer beliebter. Bei einer Japansäge handelt es sich um eine Zugsäge. Da die Säge ausschließlich auf Zug arbeitet und sich nicht verbiegt, ermöglicht die Japansäge die Benutzung von sehr feinen bis zu 0,3 mm dicke Sägeblättern. Dabei ist die Japansäge im Gegensatz zu vielen europäischen Sägen sehr handlich und leicht. Die Zähne sind deutlich härter als bei anderen Sägearten und lassen sich daher nur sehr schlecht nachschärfen. Das muss sie aber bei richtiger Nutzung auch nicht, denn die Sägeblätter sind sehr scharf. Die Japansäge reagiert empfindlich auf Druck. Wird sie während des Zuges zu sehr aufgedrückt, brechen unter Umständen die Zähne ab. Die folgenden Japansäge Modelle eignen sich für den Hausgebrauch:

  • Dozuki: Die Dozuki Säge eignet sich für Anfänger, die eine Säge für Querschnitte suchen. Die Säge ermöglicht sehr dünne Schnitte ab 0,5 mm Schnittbreite.
  • Ryoba: Besitzt eine Doppelverzahnung für einen vielfältigen Einsatz. Trapezverzahnung eignet sich für Querschnitte, während die Dreiecksverzahnung für tiefere Längsschnitte zum Einsatz kommt.

Sägen will gelernt sein – richtiger Umgang für gerade Schnitte

Wer kennt es nicht – ungerade Schnitte mit einer Handsäge. Dabei sind nicht nur mit elektrischen Sägen präzise Schnitte möglich. Sie benötigen nur die richtige Technik:

  1. Gerade Anzeichnen, an welcher Stelle gesägt werden soll.
  2. Richtige Haltung: Die Handgelenke sollten nicht eingeknickt werden. Der Griff der Säge verfügt möglichst über eine rutschhemmende Beschichtung, sodass für ausreichend Halt gesorgt ist.
  3. Mit Ausnahme der japanischen Säge wird zu Beginn ein leichter Druck ausgeübt. Ist der Anfang gemacht, kann der Druck in Stoßrichtung verstärkt und in Zugrichtung gelockert werden.
  4. Tipp: Nachdem ein Anfang gemacht wurde, kann oben am Schlitz ein kleiner Schraubenzieher als Spalthilfe eingesetzt werden. Dieser hält den Schlitz etwas weiter auseinander und verhindert so, dass Steckenbleiben der Säge.

Wie Sie schräge Kanten mit einer japanischen Säge exakt sägen können, erfahren Sie in diesem Video:

Pflege für einen langen Halt

Für den Erhalt des Sägeblattes benötigen Sägen neben der richtigen Handhabung auch eine regelmäßige Pflege. Die Säge sollten Sie nach jedem Gebrauch von Holz-, Plastik- oder Metallresten reinigen. Dafür kann ein wenig Spiritus eingesetzt werden. Ist das Sägeblatt nass, müssen Sie es vor der Einlagerung gut trocknen, um möglichen Rost zu vermeiden. Das Sägeblatt wird für ein besseres Gleiten mit einem Öllappen eingerieben. Benötigen Sie die Säge für einen längeren Zeitraum nicht, ist es wichtig einen Sägeblattschutz zu nutzen, der das Sägeblatt vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Die Säge hängen Sie kopfüber auf. Vor dem Aufhängen müssen Sie bei Sägen, die mit Spannung arbeiten, diese Spannung lösen. Ansonsten könnte sich das Sägeblatt verziehen.

Ist das Sägeblatt einmal stumpf geworden, kann es nachgeschärft werden. In vielen Regionen gibt es Schärfedienste nicht mehr, online kann dies aber ganz einfach bei hr-saegentechnik.de gemacht werden. Das Sägeblatt wird eingeschickt und nach ein paar Tagen halten Sie das frisch geschärfte Sägeblatt wieder in den Händen. Bei Japansägen ist ein Schärfen jedoch nicht zu