Was gehört zum Sperrmüll?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Sperrmüll um Abfälle bzw. sperrige Einrichtungsgegenstände und Möbel aus privatem Haushalt, die aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichts oder ihrer Beschaffenheit nicht in herkömmlich zugelassene Abfallbehälter passen oder so andersartig sind, dass sie nicht gemeinsam mit dem Hausmüll in einer Mülltonne entsorgt werden können. Sperrmüll wird gesondert abgeholt und entsorgt. Somit sind fehlplatzierte Klassiker wie Sanitäranlagen (WC-Schüssel) kein Sperrmüll.
Doch was genau zum Sperrmüll zählt und worauf Sie ganz besonders achten müssen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Was gehört zum Sperrmüll? 4. Juni 2019

Worauf Sie beim Sperrmüll achten müssen

Der Umgang mit Müll ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Auch bezüglich der Entsorgung von Sperrmüll gibt es gewisse Regelungen, die Sie unbedingt zu beachten haben. Im Allgemeinen zählen zum Sperrmüll alle beweglichen Einrichtungsgegenstände. Als grobe Faustregel gilt: Alles, was bei einem Umzug mitgenommen werden würde, kann als Sperrmüll betrachtet werden. Doch ganz so einfach ist es nicht. Das Wort „Sperrmüll“ umfasst völlig unterschiedliche Abfallarten und Werkstoffe. Die sperrigen Abfälle müssen daher getrennt voneinander bereitgestellt werden. Hierbei ist zwischen Sperrmüll-Altholz, Metall-Schrott, Elektro-Schrott und Rest-Sperrmüll zu unterscheiden.
Doch was bedeuten die einzelnen Abfallarten?

  • Metall-Schrott
    Zum Metall-Schrott zählen unter anderem Gegenstände wie Fahrräder, Lattenroste mit Metallfedern, Kinderwagen, Metallregale und alles, was allgemein Metall enthält.
  • Sperrmüll-Altholz
    Hierzu zählen lediglich Holzmöbel wie Schränke, Betten, Kommoden etc.
  • Elektro-Schrott
    Zum Elektro-Schrott zählen Gegenstände wie Monitore, Bildschirme, Computer, Fernsehgeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen etc.
  • Rest-Sperrmüll
    Zum Rest-Sperrmüll werden große Kinderspielsachen, Kindersitze, Koffer, Matratzen, Teppiche und Fußmatten, Teppichböden, Sessel, Gartenmöbel etc. gezählt.

Doch nicht alle sperrigen Abfälle sind Sperrmüll. Daher müssen Sie bedenken, dass Abfallsäcke, Kisten und Kartons gefüllt mit Hausmüll, sämtliche Baustellenabfälle wie Bauschutt, Fenster, Türen, Tapetenreste, Wandverkleidungen, Waschbecken, Toilettenschüssel u.Ä., Wertstoffe wie Papier, Pappe, Glas, Reifen, Elektronikschrott-Kleingeräte, Staubsauger, Radios, Kühlgeräte etc. nicht mitgenommen werden.

So wird Sperrmüll entsorgt

Insgesamt sind drei Systeme bei der Entsorgung von Sperrmüll geläufig.
Zum einen wird Sperrmüll an vielen Orten an einem voraus festgelegten Termin des Entsorgers vom Straßenrand abgeholt. Das hat den Vorteil, dass der Sperrmüll von mehreren Haushalten gleichzeitig in einer Tour abgeholt und entsorgt werden kann. Zum anderen gibt es die Alternative „Sperrmüllentsorgung auf Abruf“.  Hierbei haben Sie die Möglichkeit, die Abholung Ihres Sperrmülls an einem vereinbarten Tag in Anspruch zu nehmen. Dabei müssen Sie vorher beim zuständigen Entsorger anrufen, eine entsprechende Anforderungskarte zur Sperrmüll-Abfuhr auf Abruf ausfüllen oder den Abholdienst online bestellen. Dabei muss unbedingt angegeben werden, um welche Art von Sperrmüll es sich handelt und ob sich unter dem Sperrmüll auch Elektrogeräte und Metall-Schrott befinden, damit diese separat abgeholt werden. Hierbei fallen eventuell gesonderte Gebühren an.
Als letzte Alternative kann Sperrmüll an einigen Orten auch ohne Termin an einem Recyclinghof abgegeben werden. Auch hier fallen voraussichtlich Gebühren an.

Das passiert mit dem Sperrmüll

Zur Abholung des Sperrmülls wird ein spezieller Müllwagen eingesetzt, in dem sich eine Müllpresse befindet. Beim Abtransport werden die Gegenstände in das offene Heck des Sammelwagens geladen. Dort wird der gesamte Sperrmüll von der Müllpresse zerkleinert und verdichtet. Bei der Entsorgung in einem Abfallcontainer muss unbedingt auf die zugelassenen Abfallarten geachtet werden, da es ansonsten zu Mehrkosten kommen kann. Anschließend wird der gesamte Sperrmüll in einer Halle gesammelt und vorsortiert. Das Holz wird zur Energiegewinnung in Biomassenkraftwerken verwendet. Matratzen, Polstermöbel und ähnliche Gegenstände werden als Störstoffe in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Metalle werden mit einem Magneten aussortiert und in Stahlwerken wieder verarbeitet.

Fazit: Was gehört zum Sperrmüll

Wenn Sie auch Ihren sperrigen Abfall loswerden wollen, können Sie diesen als Sperrmüll abholen lassen. Hierbei sollten Sie aber auf gewisse Regelungen achten, damit keine weiteren Kosten für Sie anfallen. Bauschutt, Säcke voller Müll, Kisten, Kartons und ähnliche Gegenstände gehören dabei nicht in den Sperrmüll. Wenn Sie diese einfachen Regeln beachten, werden Sie ohne viel Mühe Ihren lästigen Müll wieder los.