Wespen vertreiben: Hilfreiche Tipps

Als Garten- oder Terrassenbesitzer kommt man des Öfteren mit Wespen in Kontakt. Kaum sitzt man draußen am frisch gedeckten Tisch zum Kaffee und Kuchen oder möchte den Feierabend beim Grillen oder Picknicken mit der Familie und mit Freunden genießen, hört man schon ein nerviges Summen im Ohr. Doch leider bleibt es nicht nur dabei. Innerhalb kürzester Zeit versammeln sich gleich mehrere aggressiv summende Wespen um das Essen herum. Da stellt sich immer wieder die Frage, wie man Wespen am besten vertreiben kann, damit die lästigen Tiere einem den entspannten Abend nicht vermiesen. Vielen fällt es in solch einer Situation schwer, ruhig zu bleiben. Man greift zur nächstbesten Zeitschrift oder macht sich mit einem Schuh auf die Jagd. Einige Gartenbesitzer haben sogar mit Wespennestern zu kämpfen. Aber Wespen stechen nicht einfach. Nur wenn sie sich angegriffen fühlen und sich verteidigen wollen, werden Wespen aggressiv und ihr Stachel kommt zum Einsatz. Damit Sie Ruhe bewahren können und gleichzeitig das nervige, aber eigentlich harmlose Tier nicht verletzen, zeigen wir Ihnen im Folgenden, wie Sie mit einfachen Hausmitteln oder Produkten aus dem Handel die kleinen Insekten unverletzt vertreiben können.

Wespen vertreiben: Hilfreiche Tipps 8. August 2019

So sollten Sie sich verhalten

In Deutschland gibt es nur zwei Wespenarten, die Menschen zu nahe kommen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Aber Wespen sind nicht von Natur aus aggressiv. Vielmehr sind sie lediglich auf Nahrungssuche. Speisen mit Marmelade, Honig oder auch Fleisch sind einfache Energiequellen für die kleinen Tiere. Sie sollten also immer Ruhe bewahren, da Wespen Sie niemals grundlos stechen würden. Schlagen Sie keinesfalls auf eine Wespe ein, denn wenn sie entwischt, macht sie das nur noch aggressiver. Besonders das Wegpusten macht Wespen aggressiv. Denn unser Atem enthält Kohlenstoffdioxid, das als eine Art Alarmsignal für die Wespe dient und sie kampfbereit macht. Mal abgesehen davon, dass Wespen ebenfalls Lebewesen sind und deswegen nicht einfach so getötet werden sollten, stoßen Wespen nach dem Sterben Pheromone aus, die andere Wespen zur Verteidigung anlocken. Haben Sie erst einmal eine Wespe aggressiv gemacht oder gar getötet, sollten Sie daher lieber schnell das Weite suchen. Außerdem stehen Wespen mittlerweile unter Artenschutz, weshalb das Töten einer Wespe verboten ist und das Entfernen eines Wespennestes nur mit behördlicher Genehmigung erfolgen darf. Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie daher lieber direkt zu Hausmitteln greifen. Wir verraten im Folgenden, welche Tipps wirklich helfen!

Welche Mittel wirklich helfen

Wespen reagieren vor allem auf gewisse Gerüche sehr sensibel. Wenn Sie den richtigen Geruch eines Hausmittels in ihrer Nähe platzieren, verziehen sich die Tiere quasi wie von selbst. Aber auch einige Produkte aus dem Handel können durchaus Wunder bewirken.

Kaffeepulver und Kupfermünzen – leider nicht effektiv

Ein alter Trick, um Wespen angeblich zu vertreiben, ist brennendes Kaffeepulver in einer feuerfesten Schale. Diese Idee gilt zwar als Geheimrezept, hilft bei der Vertreibung einer Wespe allerdings nicht wirklich. Die Plagegeister lassen sich tatsächlich nicht von dem Röstaroma irritieren. Verzichten Sie daher lieber auf diese durchaus gefährliche Alternative. Ein weiterer Irrglaube bezüglich des Vertreibens von Wespen sind Kupfermünzen. Diese Alternative bringt gar nichts, da die Wespen darauf nicht reagieren.

Ätherische Öle

Deutlich besser sind Wespen durch den Einsatz von ätherischen Ölen zu vertreiben. Pfefferminze oder Lavendelöl in einer Duftlampe können beispielsweise helfen, um Wespen von Ihrem Esstisch und Ihrem Zuhause fernzuhalten. Denn Wespen reagieren sehr empfindlich auf solche Gerüche und suchen freiwillig schnell das Weite.

Pflanzen

Auch Pflanzen wie Minze, Zitronenmelisse oder Lavendel können Wespen nicht besonders gut leiden. Vor allem der Lavendelduft steigt den Wespen sehr unangenehm in die Nase. In einem schönen Blumentopf bilden diese Pflanzen nicht nur eine perfekte Garten-Deko, sondern auch die ideale Abwehr gegen Wespen. Auch den Duft des Gewürzkrauts Basilikum können Wespen nicht leiden. Stellen Sie einen Basilikum-Topf auf den gedeckten Tisch oder auf Ihre Fensterbank. Dadurch vertreiben Sie die nervigen Insekten auf eine schonende Art und Weise.

Wespenfallen

Wespenfallen sind eine weit verbreitete und tierfreundliche Methode, um die nervigen Insekten loszuwerden. Sie können entweder gekauft oder aber auch ganz einfach selbst hergestellt werden. Dabei handelt es sich um Gefäße mit einer schmalen Öffnung, die mit Lockstoffen wie Zuckerwasser, Bier oder Säften gefüllt werden, um die Wespen schonend einzufangen und woanders wieder freizulassen. Bei solch einer Falle ist allerdings große Vorsicht geboten, da durch die Lockstoffe mehr Wespen angezogen werden können als ohnehin schon vorhanden. Solche Fallen sollten also nur aufgestellt werden, wenn Sie in der Nähe sind und die Falle dann direkt beseitigen können. Lassen Sie das Gefäß auf keinen Fall für mehrere Stunden unbeobachtet in Ihrem Garten stehen. Ansonsten könnten Sie am Ende eine große Wespenplage haben.

Wespenspray

Haben die kleinen Plagegeister erst einmal ihr Wespennest in Ihrem Garten oder in der Umgebung gebaut, dann kann es durchaus schwer werden, sie wieder loszuwerden. Da Sie die Wespen nicht töten dürfen, empfiehlt sich ein Wespenspray aus ätherischen Ölen. In diesem Fall werden die Wespen nur vertrieben und nicht getötet. Achten Sie aber darauf, die Wespen nicht direkt anzusprühen, da Sie die Insekten ansonsten doch verletzen oder gar töten könnten. Sprühen Sie vielmehr Gegenstände wie Gartentisch, Gartenstühle oder die Tischdecke ein, damit die Tiere in Zukunft von Ihrem Garten fernbleiben. Lebensmittel dürfen auf keinen Fall eingesprüht werden. Beachten Sie aber, dass der Duft des Sprays nach einer Weile verfliegt. Daher sollten Sie bei längerem Aufenthalt im Garten Ihre Möbel mehrmals besprühen.

Ultraschallgerät

Eine besonders umwelt- und tierfreundliche Methode zur Vertreibung von Wespen sind Ultraschallgeräte. Sie senden für Menschen und größere Tiere wie Hunde und Katzen kaum hörbare Töne im Ultraschallbereich, die von Insekten indes sehr deutlich wahrgenommen werden. Durch diese Dauerbeschallung werden die kleinen Insekten so sehr gestört, dass sie freiwillig Ihren Garten verlassen. Besonders clever: Die ausgesandte Frequenz kann immer wieder verändert werden, damit sich die kleinen Plagegeister nicht daran gewöhnen und dauerhaft vertrieben werden. Aber Achtung: Wer kleine Haustiere hält wie Hamster oder Meerschweinchen, der sollte auf dieses Gerät verzichten, da auch diese kleinen Tiere von der Beschallung gestört werden.

Wespennest entfernen lassen

Wespennest ©pixabay.com

Wenn Sie lieber auf Nummer sicher gehen wollen, sind Imker und Kammerjäger die erste Anlaufstelle, um ein Wespennest professionell entfernen zu lassen. Die Profis wissen, wie sie vorzugehen haben und besitzen die nötige Ausrüstung dafür. Idealerweise kann der Imker das Wespennest in eine nicht bewohnte Gegend umsiedeln. Wenn das Wespennest allerdings in einem schwer zugänglichen Bereich liegt, ist eine Umsiedlung oft nicht möglich. Dann müssen unter Umständen Gifte und Chemikalien genutzt werden, die einen fachgerechten Umgang erfordern. Sie sollten es unbedingt vermeiden, auf eigene Hand ein Wespennest zu entfernen. Auch ein Kammerjäger muss protokollieren, weswegen ein Wespennest entfernt werden soll. Wenn Sie sich nicht an die Vorschriften halten, müssen Sie mit einem hohen Bußgeld rechnen.

Das sollten Sie bei einem Stich tun

Hat es Sie dann doch einmal erwischt und Sie wurden von einer Wespe gestochen, dann sollten Sie auf keinen Fall in Panik geraten. Für die erste Hilfe bei einem Wespenstich haben Sie sicherlich genügend Hausmittel daheim, um den Schmerz zu lindern. Vor allem Zwiebel-, Zitronen- oder Gurkenscheiben helfen, um die betroffene Stelle zu behandeln. Reiben Sie die gestochene Stelle mit einem der genannten Lebensmittel ein und kühlen Sie die Schwellung. Dafür können Sie ein Kühlpack oder gefrorenes Gemüse aus dem Tiefkühlfach verwenden. Auch Ihr Speichel kann lindernde Wirkung haben. Um den Stachel müssen Sie sich keine Gedanken machen, denn anders als bei einem Bienenstich bleibt dieser nicht in der Haut zurück. Bei Allergikern kann ein Stich leider auch sehr gefährlich werden. Wenn die betroffene Person an Atemnot leidet, die Einstichstelle übermäßig anschwillt oder ein Ausschlag eintritt, dann sollten Sie unbedingt so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

Fazit: Wespen vertreiben

Wie Sie sehen, gibt es durchaus einige Möglichkeiten, um Wespen schonend aus Ihrer Umgebung zu entfernen. Vor allem auf gewisse Gerüche reagieren die Tiere sehr empfindlich. Seien es zahlreiche Hausmittel wie Lavendelöl oder Produkte aus dem Handel wie Wespensprays. Bei einem Wespennest sollten Sie allerdings direkt einen Profi beauftragen, da Sie sich ansonsten verletzen könnten oder mit hohen Bußgeldern rechnen müssten. Wenn Sie unsere Tipps befolgen, sind Sie bald die lästigen Insekten wieder los.