Fenstergestaltung: Neue Ideen für moderne Fensterlooks

Schön gestaltete Fenster sind neben geschmackvoller Einrichtung der Wohnung ein wichtiger Blickfang im Gesamtarrangement. Für die Fenstergestaltung bieten sich eine Reihe passender Fensteraccessoires, wie Rollos, Vorhänge, Jalousien und Dekoschals. Daneben ist auch die Fensterbank ein wichtiges Element, das in die Fenstergestaltung einbezogen werden sollte. Je nach eigenem Bedarf und Einsatzart haben die Gestaltungselemente individuelle Vorteile, die Sie bei der Zimmereinrichtung berücksichtigen sollten.

Fensterform: Spielt sie bei der Gestaltung eine Rolle?

Die Fenstergestaltung wird im Wesentlichen von der Form der Fenster beeinflusst. Die Position und Anordnung der Fenster wirkt sich auf die Wahrnehmung des ganzen Raumes aus. Stehende Fenster werden dabei als heller wahrgenommen. Auch die Rahmfarbe wirkt in die Wahrnehmung ein. Hellere Fensterrahmen wirken auf das Temperaturempfinden kälter als Brauntöne. Aus der Fensterform und Rahmenfarbe geht hervor, welche Elemente zur Fenstergestaltung möglich sind. Es lässt sich sagen, dass die Fenstergestaltung für Fenster, die der Form nicht der Norm entsprechen, kostspieliger und einschränkender ist als für anderen. Auch die Form und Größe der Fensterbank wirkt auf die Fenstergestaltung ein.

Jalousien, Gardinen oder Rollos: Wo liegen Unterschiede und Vorteile?

Ein schön eingerichteter Wohnraum wirkt ohne entsprechende Ideen und Fensterdekoration unfertig. Je nach Vorliebe und Fensterform können die Fenster mit Rollos, Jalousien oder Vorhängen individuell gestaltet werden. Alle drei Formen überzeugen durch ihre praktische Seite und ihre Funktionalität und sind dabei leicht zu pflegen. Vor- und Nachteile der Deko-Formen können folgendermaßen beschrieben werden:

Fenstergestaltung mit Vorhängen

Vorhänge liegen wieder im Trend und gelten als moderne Option die Fenster zu gestalten und den Wohnraum gleichzeitig vor unerwünschten Blicken zu schützen. Gardinen sind vielfältig – man kann zwischen unterschiedlichen Gardinenstoffen, Stoffstärken, Farben, Mustern und Längen wählen. Es gibt Gardinen mit transparenten, lichtdurchlässigen und blickdichten Stoffen. Die Überlagerung luftiger und schwerer Stoffe bei Schiebegardinen schafft aufregende Lichteffekte im Zimmer, denn in der Regel lassen Vorhänge dann immer noch ein paar Sonnenstrahlen durch, welches die Fenstergestaltung aufregend gestaltet.

fenstergestaltung schlafzimmer
Seidige Vorhänge formen schöne Lichtspiele und wehen bei offenen Fenstern im Wind ©Photographee.eu_fotolia.com

Derzeit sind vor allem minimalistische, gedeckte Farben wie weiß, grau oder beige bei Gardinen modern. Auch mit zarten Pastelltönen macht man nichts falsch und schafft einen zurückhaltenden Farbakzent im Raum, der z.B. auf Kissen und Decken abgestimmt werden kann. Auch die Gardinenstangen selbst stellen heutzutage einen echten Blickfang dar. Es gibt Stangen für Gardinen mittlerweile in eckig und mit modernen geometrischen Formen am Abschluss, die nichts mehr mit der veralteten Optik zu tun haben.

Klassische Vorhänge stellen einen wundervollen, wohnlichen Akzent dar, sind allerdings am ehesten für gerade Fenster geeignet. Dachfenster u.ä. können nicht so leicht mit Gardinen ausgestattet werden, da die Gardinen klassisch herunterhängen. Besonders bei großen Fensterfronten oder hohen Fenstern, wie man sie z.B. im Altbau findet, schaffen Vorhänge und Schiebegardinen einen wundervollen Rahmen und lassen den Raum wohnlich wirken. Vorhänge bieten den Vorteil diesen immer auf die aktuelle Länge des Fensters zu kürzen – dies ist besonders nach einem Umzug praktisch – die Fenstergestaltung kann quasi direkt eingepackt werden. Gardinen sind zudem in der Regel nicht allzu teuer, sodass die Fenstergestaltung auch bei wechselnder Farbwahl im Zimmer oder neuem Wohnstil günstig angepasst werden kann.

Fenstergestaltung mit Jalousien

Jalousien gehören zu den Sonnenschutzklassikern schlechthin. Die Konstruktion der Jalousien erlaubt es, nur so viel Sonnenlicht in die Wohnung reinzulassen, wie es gerade benötigt wird. Dadurch verhindern Jalousien, dass es zu warm im Raum wird und sind gerade bei Südfenstern oder Dachfenstern nicht mehr aus der Fenstergestaltung wegzudenken.

Neben den funktionalen Vorteilen sehen moderne Jalousien sehr schön aus. Sie können aus Kunststoff, Aluminium oder edlem Holz bestehen. Je nachdem wie die Lamellen eingestellt sind, zaubern sie schöne Licht- und Schattenspiele. Anders als bei den Vorhängen können Jalousien neben geraden auch an schrägen Fenstern befestigt werden. Bei der Auswahl von Farben und Mustern kann man sich eigentlich jeden Herzenswunsch erfüllen. Von der Bedienbarkeit her sind sie besonders unkompliziert. Es kann zwischen horizontal verstellbaren sowie vertikal verstellbaren Lamellen gewählt werden. Sie lassen sich mittels Schnur, Kurbel oder eines Motors verstellen. Auf dem Markt gibt es auch spezielle Ausführungen, die für Erker oder Rundbogenfenster gedacht sind. Nachteil der Jalousien: Jalousien, die auf eine bestimmte Fensterform abgestimmt sind, sind meistens sehr hochpreisig. Wer umzieht, kann Jalousien, die von der normalen Fensterform abweichen in der Regel nicht mitnehmen.

Fenstergestaltung mit Rollos

Rollos erleben zurzeit ihre Renaissance und sind durch die vielfältigen Ausführungen passend zu jedem Stil. Man kriegt sie aus Baumwolle, Acetatfolie, Chemiefaser, als rollfähiger Gardinen- und Dekorationsstoff, aus Kunststoff oder Bambus hergestellt. Sie überzeugen also einerseits durch ihre Vielfältigkeit an Stoffen aber andererseits auch durch ihre große Auswahl von Mustern und Farben.

Rollos sind sehr funktionell und gradlinig. Sie unterscheiden sich in Optik und Bedienbarkeit. Seitenzugrollos verfügen über eine Endloskette und sind meist sehr lang. Springrollos werden befestigt, in dem sie direkt an die gewünschte Stelle gezogen wird. Wer bei der Fenstergestaltung besonderen Wert auf die freie Sicht legt, ist mit Elektrorollos bzw. Einbaurollos gut bedient. Diese können so programmiert werden, dass sie bei starkem Lichteinfall oder in der Nacht herunterfahren. Rollos sind ideal für das Schlafzimmer oder das Kinderzimmer geeignet, da diese Zimmer im Gegensatz zum Wohnzimmer häufig blickdicht und komplett abgedunkelt werden sollen: Gardinen ermöglichen keine komplette Verdunkelung, also sind Rollos hier der Favorit. Ansonsten sind Rollos fast unsichtbar. Sie können in den Schrägen-, Geraden-, Dreieck- oder Giebelfenster eingebaut werden. Sehr praktisch sind die Isolier- oder Wärmeschutzrollos, deren Stoffe ebenfalls thermisch abschirmen. Je nach Qualität und Optik können Rollos beim Kauf auch sehr hochpreisig sein. Teure Rollos, die auf eine bestimme Fensterform abgestimmt werden, eignen sich daher eher für Eigenheimbesitzer.

Fenstergestaltung mit Plissees

Plissees kommen eher als Fensterdekoration zum Einsatz. Auch sie werden als Sonnenschutz eingesetzt, sind aber weniger flexibel als Rollos, Jalousien oder Vorhänge. Dafür benötigen sie keine Gardinenstange und beeinflussen die Farbgestaltung im Raum wesentlich. Es ist ratsam die Plissees auf die Farbe der Wand, Kissen, Decken oder Teppiche abzustimmen. Plissees sind wunderbare Elemente zur Fensterdekoration, die stärker Einfluss auf die Gesamtwirkung des Raumes nehmen als Gardinen. Plissees sind in der Regel sichtbar. Sie können direkt am Fenster auf verschiedene Höhen eingestellt werden und müssen nicht an der Wand befestigt werden. Dadurch, dass sie das Tageslicht durchscheinen lassen, wirken sie auf das Ambiente im Raum ein. Wer die Plissees auf Farbelemente im Raum abstimmt, kann diese nur schwer wieder ändern, falls es sich nicht um neutrale Töne handelt.

Fenstergestaltung mit Dekoschal

Gardinen, Jalousien und Rollos sehen optisch in der heutigen Zeit sehr modern aus, verdecken in der Regel aber immer einen Teil des Fensters. Wer eine freie Sicht wünscht und keinen Sichtschutz benötigt, gestaltet sein Fenster mit passenden Dekoschals. Diese werden nur um die Gardinenstange gelegt. An den Seiten hängen die luftigen Gardinen leicht herunter. Dekoschals bilden einen Rahmen und schaffen zusätzliche Farbakzente im Raum.

Ideen für die Fensterbrettgestaltung: Mit Pflanzen wird es wohnlich

Wie wohnlich die Einrichtung eines Raums wirkt, hängt maßgeblich von der Gestaltung des Fensterbrettes ab. Schöne Jalousien, Rollos oder Gardinen wirken immer unvollendet, wenn nicht auch das Fensterbrett passend gestaltet ist. Am gemütlichsten wirkt eine Kombination aus Pflanzen und persönlichen Gegenständen. Die Pflanzen sollten mit Bedacht und Sorgfalt ausgewählt werden, und zwar nach Ausrichtung der Fenster und dem Wohnraum, der gestaltet werden soll.

Fensterausrichtung

Die Auswahl der Pflanzen sollte nach Ausrichtung des Fensters erfolgen. Pflanzen, die auf dem Fensterbrett der südlichen Wand stehen, müssen mehrere Sonnenstunden am Tag und Wärme vertragen. Am besten geeignet sind exotische Pflanzen, die diese Gegebenheiten aus dem Herkunftsland kennen. Grünpflanzen, die gern am Südfenster stehen, sind z.B. die Yucca-Palme, Grünlilie, Efeutute, Schefflera sowie verschiedene Kakteenarten oder ein kleines Olivenbäumchen. Blühende Pflanzen, die einen sonnigen Standort bevorzugen sind z.B. Hibiskus, Christusdorn oder eine Calla. An schattigen, kühlen Standorten fühlen sich die Schusterpalme, das flammende Käthchen, das Usambaraveilchen, das Goldblatt sowie verschiedene Farne wohl.

Einrichtung des Fensterbretts im Wohnraum

Es gibt Pflanzen, denen besonders gute luftreinigende Eigenschaften nachgesagt werden. Diese sorgen vor allem in Schlafzimmern für ein gutes Klima und fördern einen gesunden Schlaf. Pflanzen im Schlafzimmer sollten nicht zu stark duften und bei Allergikern nur begrenzt als Fensterdekoration eingesetzt werden. Außerdem sollte auf eine gute Balance geachtet werden – viele Pflanzen im Schlafzimmer benötigen auch mehr Sauerstoff. Weniger ist daher im Schlafzimmer mehr. Folgende Pflanzen eignen sich für das Schlafzimmer: Jasmin, Einblatt, Efeu, Bogenhanf und Drachenbaum.

Wer sein Fenster im Badezimmer gestalten möchte, kann dies ebenfalls mit Pflanzen tun. Im Bad herrscht eine höhere Luftfeuchtigkeit als in anderen Räumen. Pflanzen, die sich für diesen Standort eigenen sind beispielsweise Orchideen, Aloe Vera und verschieden Tilsandien.

Bis auf die Standortverhältnisse gibt es für die restlichen Fensterplätze in der Wohnung oder dem Haus keine Einschränkungen. Wer Kinder und Haustiere besitzt, sollte jedoch darauf achten, dass die Pflanzen nicht giftig sind. Angeordnet werden die Pflanzen am besten der Höhe nach. Große Pflanzen werden am Rand des Fensterbrettes platziert, während kleine Töpfe oder Vasen in der Mitte Platz finden. Die Lücken zwischen den einzelnen Pflanzen werden mit persönlichen Gegenständen dekoriert. Eine Idee, wie das Ganze im Gesamtbild, z.B. für das Wohnzimmer aussehen kann, gibt dieses Video: