Wasserschaden in der Mietwohnung

Viele Mieter kommen nach einem langen Arbeitstag oder aus dem Urlaub unbedarft nach Hause und treffen auf einen Wasserschaden. In dieser Situation herrscht dringender Handlungsbedarf zur Schadensbegrenzung – vor allem dann, wenn die gesamte Wohnung unter Wasser steht. In diesem Artikel erfahren Sie, wie beim Entdecken eines Wasserschadens praktisch vorgegangen werden muss, was die Ursachen für das Ärgernis sein können und ob Ihre Hausratsversicherung für die entstandenen Schäden aufkommt.

Wasserschaden in der Mietwohnung 10. August 2018

Wasserschaden entdeckt: Was tun?

Nachdem Sie einen Wasserschaden bestenfalls in nur einem Zimmer (häufig Badezimmer oder Küche) vorgefunden haben, müssen Sie den Wasserhaupthahn Ihrer Wohneinheit schnellstens zudrehen, damit kein weiteres Wasser austreten kann. Der Haupthahn befindet sich meistens im Bad oder in der Küche, manchmal jedoch im Keller. Machen Sie die Wohnung anschließend stromlos, falls die Sicherung nicht ohnehin schon herausgesprungen ist. Dafür klappen Sie am Stromkasten den Hauptschalter um. Daraufhin gilt es zu retten, was zu retten ist. Allerdings sollten Sie zuvor Fotos für die Versicherung schießen, um den Schaden zu dokumentieren. Die Bilder sind äußerst wichtig für die Schadensbemessung und müssen das unberührte Ausmaß des Wasserschadens wiederspiegeln.

Nun folgt eine Infografik, welche die Thematik noch einmal illustriert:

Ursachen für Wasserschäden

Es gibt verschiedene Auslöser im Haushalt, die zu einem Wasserschaden führen können. Als klassische Ursachen sind Rohrbrüche und defekte Geschirrspül- oder Waschmaschinen zu nennen. Bei letzterem beugen Aquastopps einem Wasserschaden vor. Gänzlich auszuschließen ist austretende Nässe dennoch nicht, da ein Defekt ebenfalls im Gerät selbst und nicht an dessen Schläuchen möglich ist. Weiterhin sorgen poröse Stellen an Heizkörpern ebenso häufig für böse Überraschungen beim Heimkommen. Die Identifikation des Problemursprungs ist zwingend notwendig, um dem Wasserschaden einzudämmen. Ist die Quelle der Nässe nicht auszumachen, müssen Sie einen fachkundigen Experten oder den Hausmeister hinzuziehen. Spätestens bei der Konsultation der Versicherungsgesellschaft muss der Sachverhalt geklärt sein.

Deckt meine Hausratsversicherung den Schaden ab?

wasserschaden wohnung
Ein Wasserschaden gefährdet sowohl elektronische Geräte als auch den Zustand des Mobiliars © wetzkaz_Fotolia.com

Grundsätzlich kommt die Hausratsversicherung für alle Wasserschäden am beweglichen Mobiliar auf, wenn es sich um eine Leitungswasserbeschädigung handelt und Sie diese nicht selbst zu verantworten haben. Dies schließt elektrische Geräte wie Notebooks, Fernseher und Konsolen sowie die Möbelausstattung wie Sitzgarnituren, Tische oder Kommoden ein. Einige Hausratversicherungen o.ä. schließen sogar Lecks an Aquarien oder Wasserbetten in den Versicherungsschutz mit ein. Außerdem treten Wasserschäden vermehrt nach monsunartigen Regenfällen oder anderen Naturkatastrophen auf. Wasserschäden, die durch höhere Gewalt entstanden sind, werden von der Hausratsversicherung nur übernommen, sofern dies vertraglich geregelt ist. Mit einer zusätzlichen Elementarversicherung sind Sie bei Naturschäden (Hochwasser, Schlammlawinen etc.) auf der sicheren Seite. Falls der Nachbar aus einem höheren Stockwerk von einem Wasserschaden erwischt wurde, kann Ihre Wohnung von Feuchtigkeit betroffen sein. In dieser Konstellation springt die Haftpflichtversicherung des Nachbarn in der Regel für angerichtete Schäden in Ihrer Wohnung ein.